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Drohnenabwehr: Wie sicher sind unsere Flughäfen? (4 Min)
Stand: 06.08.2026 18:49 Uhr
In Hannover wird eine Lasertechnik zur Drohnenabwehr entwickelt. Das Team der Fiberbridge GmbH liefert als erstes Unternehmen in Europa Hochleistungslaser gegen Drohnenschwärme.
Seit mehreren Jahren arbeiten Thomas Theeg und sein inzwischen 50-köpfiges Team an Lasersystemen, die nun serienreif sind. Mit Hochleistungslasern können Drohnen und Drohnenschwärme abgeschossen werden. Diese Technik war in Deutschland und Europa bislang nicht verfügbar. Nun ist sie serienreif. „Unsere Lasersysteme können in Fahrzeuge, Flugzeuge und Schiffe von Rüstungsfirmen integriert werden“, sagt Theeg. Das Unternehmen nennt Reichweiten von einigen Kilometern. Die Bauteile kommen dabei aus Deutschland und Europa. Wo genau die Laser in Hannover gebaut werden, ist geheim.
Ministerpräsident spricht von hybrider Bedrohungslage
Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies (SPD) hält die Lasertechnik für wichtig bei der Drohnenabwehr. Bei der symbolischen Eröffnungsfeier der Produktionsstätte am Donnerstag verweist er auf einen Vorfall am Flughafen Leipzig, bei dem in der Nacht zum 5. August eine mit Sprengstoff beladene Drohne unschädlich gemacht wurde. „Wir lebten in einer hybriden Bedrohungslage“, so Lies. „Ich glaube, vielen ist jetzt bewusst geworden, wie dramatisch diese Bedrohungslage inzwischen ist.“ Laser allein reichen nach Ansicht von Lies aber nicht aus. Die Bedrohung durch Drohnen sei neben Cyberangriffen nur ein weiteres Szenario, das zeige, dass Russland nicht nur die Ukraine, sondern ganz Europa angreife.
Lies: Polizei und Bundeswehr enger verzahnen
Lies wirbt dafür, dass man sich beim Thema Sicherheit im Inneren eng verknüpft mit der Bundeswehr. „Wir können nicht mehr getrennt voneinander in Polizei und Bundeswehr denken, nicht mehr getrennt äußere und innere Sicherheit.“ Man könne auch Zivilschutz und Katastrophenschutz nicht voneinander trennen. „Wir müssen gemeinsam denken“, so Lies. Niemand interessiere sich dafür, wer zuständig und verantwortlich für die Sicherheit der Bevölkerung ist. „Die Menschen haben dafür einen Namen. Sie nennen das Staat und unterscheiden nicht weiter.“
Bundeswehr testet neues Lasersystem
Frank Dosquet, der Leiter der Wehrtechnischen Dienststelle für Waffen und Munition (WTD91) der Bundeswehr in Meppen, ist dafür zuständig, neue Systeme zu testen und auf seine Einsatzfähigkeit zu untersuchen. „Bei allen Erkenntnissen, die wir in der Bundeswehr sammeln, nehmen wir auch die Akteure für die Innere Sicherheit, also die Polizei, mit ins Boot“, pflichtet er Niedersachsens Ministerpräsident bei. Solche Systeme aus Hannover seinen enorm wichtig: „Die Vielzahl an Drohnen, die Menge und dass sie so günstig herzustellen sind, führt dazu, dass wir ganz schnell unsere Magazine leer geschossen hätten.“ Deshalb brauche es andere, auch kostengünstigere, Lösungen. 2028 will die Bundeswehr solche Systeme wie das aus Hannover nutzen. Auch an Flughäfen wäre ein Einsatz denkbar.

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