Wie umgehen mit der AfD?

Bei einem solchen Wahlausgang hätten die derzeitigen Regierungsparteien CDU, CSU und SPD keine Mehrheit und bräuchten zusätzlich die Grünen. Eine Zusammenarbeit mit der AfD schließen die anderen im Bundestag vertretenen Parteien aus, die Union lehnt zudem auch eine Kooperation mit der Linken ab.

37 Prozent der Wahlberechtigten unterstützen laut DeutschlandTrend die Linie, eine Zusammenarbeit mit der AfD auszuschließen – ein Minus von vier Prozentpunkten im Vergleich zu Juni. Knapp ein Drittel (32 Prozent) plädiert dafür, von Fall zu Fall zu entscheiden (+1). Nach Meinung von 27 Prozent sollten die anderen Parteien die Zusammenarbeit mit der AfD suchen (+3).

Für eine Kooperation plädieren dabei vor allem AfD-Anhänger (84 Prozent). Ein klares Nein zu einer Zusammenarbeit kommt dagegen mehrheitlich von Sympathisanten der Grünen (77 Prozent), Linken (74 Prozent) und SPD (61 Prozent). Von den Unions-Anhängern lehnen 44 Prozent ab, eine Kooperation mit der AfD zu suchen, fast die Hälfte (48 Prozent) ist dafür, von Fall zu Fall zu entscheiden.

Kabinettsumbildung: Jeder Achte erwartet Besserung

Die Zufriedenheitswerte mit der Bundesregierung bleiben im Keller: Unverändert sind 13 Prozent mit der Arbeit der Bundesregierung zufrieden, 85 Prozent sind das nicht (-1).

Von der Kabinettsumbildung vergangene Woche versprechen sich zwölf Prozent, dass die Arbeit der Bundesregierung besser wird. Elf Prozent gehen davon aus, dass sie sich verschlechtert. Ein Großteil erwartet, dass die Regierung „genauso schlecht“ (57 Prozent) oder „genauso gut“ (12 Prozent) arbeiten wird.

Bundeskanzler Merz hatte nach dem Rücktritt von Jens Spahn als Unions-Fraktionschef einige Posten in seiner Regierung neu besetzt: Die bisherige Gesundheitsministerin Nina Warken wurde Kanzleramtschefin, Carsten Linnemann folgte ihr im Gesundheitsministerium nach. Der bisherige Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder wurde durch Steffen Bilger ersetzt (alle CDU).