
Die deutsche Mannschaft darf sich bei der Schwimm-EM über die nächste Medaille im Wasserspringen freuen. Lena Hentschel und Jette Müller gewannen am Donnerstag Bronze im Synchronspringen vom Drei-Meter-Brett.
Nach den beiden Pflichtaufgaben zum Start des Wettbewerbs (bei den ersten beiden Sprüngen sind keine Schwierigkeitsgrade über 2,0 erlaubt) hatten die beiden DSV-Athletinnen sogar in Führung gelegen, nach einem Patzer im vierten Durchgang war sogar kurzzeitig die Medaille in Gefahr geraten. Mit einem soliden Finish beim 2,5-fachen Rückwärtssalto sicherten sich Hentschel und Muller schließlich aber doch mit komfortablem Vorsprung den dritten Platz.
„Nicht unsere Topleistung“
Der Sieg ging an die Italienerinnen Chiara Pellacani und Elisa Pizzini, die am Ende weit mit 29,67 Punkten vor Kseniia Bochek und Diana Karnafel lagen. Auf das Duo aus der Ukraine fehlten Hentschel/Müller 3,81 Punkte – die mit einem besseren vierten Durchgang locker drin gewesen wären.
„Wir wussten, es ist ein starkes Feld. Wir wussten aber auch, wir können vorne mitspringen. Jetzt ist es die Bronzemedaille“, sagte Hentschel. Es sei allerdings „einer der wildesten Wettkämpfe“ gewesen, die sie je erlebt habe, sagte die Berlinerin: „Deswegen sind wir sehr, sehr glücklich. Es war nicht unsere Topleistung, aber es war das, was wir gebraucht haben, um auf das Podium zu steigen.“
Nur Italien im Medaillenranking vor Deutschland
Für die deutschen Wasserspringer bleibt unter dem Strich dennoch die bereits achte Medaille, Hentschel hatte im Mixed mit Luis Avila Sanchez ebenfalls aus drei Metern Höhe schon Bronze geholt. Außerdem stehen drei Gold- und drei Silbermedaillen zu Buche, sodass nur Italien (jetzt fünf Siege) im Medaillenspiegel vor Deutschland liegt.