Der ursprüngliche Terminplan in der Football-Regionalliga wäre für den Landsberg X-Press perfekt gewesen. Dann nämlich hätten sich die X-Men mit dem grandiosen Sieg gegen Kirchdorf in die Saisonpause verabschiedet. Doch die Hitzewelle, die in diesem Sommer immer wieder durch Deutschland zieht, machte dem einen Strich durch die Rechnung: Am Samstag (17 Uhr) müssen die X-Men noch bei den Nürnberg Rams ran.

Eigentlich hätten die X-Men am 28. Juni bei den Nürnberg Rams antreten sollen, doch Temperaturen nahe der 40-Grad-Marke hatten dafür gesorgt, dass der Verband das Spiel abgesetzt hatte. „Am Wochenende soll es zwar wieder heiß werden, aber nicht ganz so schlimm“, blickt Landsbergs Präsident Julius Angerer auf die Partie. Hart wird es für die X-Men dennoch, denn sie können nur mit einem kleinen Kader antreten. „25 Spieler sind das Minimum, viel mehr werden wir auch nicht sein“, sagt Angerer.

Mehrere Spieler des X-Press sind bereits im Urlaub

Zwar sei der Termin schon vor Monaten für ein mögliches Nachholspiel reserviert worden, doch dass er benötigt werden würde, damit hatten die wenigsten gerechnet. „Der August ist einfach auch der Urlaubs-Monat und gerade den Familienvätern kann man keinen Vorwurf machen“, hat Angerer durchaus Verständnis für die Ausfälle. „Für uns geht es jetzt einfach darum, dieses Spiel ordentlich über die Bühne zu bringen.“

In der Tabelle hat dieses Spiel für beide Mannschaften nur mehr wenig Bedeutung. Die Rams belegen aktuell Platz zwei, können die Neu-Ulm Spartans aber nicht mehr abfangen: Sie könnten maximal noch gleichziehen, liegen aber im direkten Vergleich zurück. Damit steht bereits fest, dass Neu-Ulm im September gegen die Leonberg Alligators in den Play-offs antritt. Allerdings könnten die Rams noch Rang zwei verlieren, Fürstenfeldbruck und auch Kirchdorf könnten noch vorbeiziehen. Die Landsberger dagegen haben den fünften Tabellenplatz sicher, da tut sich nichts mehr, egal, wie die Partie ausgeht.

Der Landsberg X-Press will die Saison sauber beenden

Dennoch wollen die X-Men die Saison noch „sauber“ beenden. „Eigentlich hatten wir ja mit dem Heimspiel gegen Kirchdorf den perfekten Abschluss“, misst auch Julius Angerer dem Spiel am Samstag wenig Bedeutung zu. „Das war eine großartige Kulisse und auch ein richtig tolles Spiel.“ Endlich konnten die Landsberger gegen eines der Top-Teams der Regionalliga ihr tatsächliches Potenzial abrufen. Bei den Nürnberg Rams gehe es in erster Linie darum, dass sich kein Spieler mehr verletzt.