Beschwerden darüber, dass der Unterricht zu praxisfern ist, kann es hier nicht geben: Während einer MINT-Projektwoche haben sich Schülerinnen und Schüler fern von reiner Theorie ausprobieren können. „MINT“ steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Für eben diese Disziplinen sollten die Jugendlichen begeistert werden, heißt es von der städtischen Wirtschaftsförderung WFMG.

Die großen Themen der Woche waren Künstliche Intelligenz, Bewerbungsvideos, Programmieren sowie generelles Gestalten und Ausprobieren. Jugendliche der Realschule Volksgarten, der Geschwister-Scholl-Realschule und des Berufskollegs Rheydt-Mülfort nahmen teil und konnten ihre eigenen Ideen praktisch umsetzen. „Wenn Jugendliche selbst bauen, gestalten und ausprobieren können, entstehen ganz andere Zugänge zu Technik, Ausbildung und Studium“, sagt Björn Hollburg, Projektleiter für MINT-Förderung bei der WFMG.

Skateboards designen und Lampen löten

Bei der Rollbrett Union konnten die Teilnehmer eigene Skateboards am Computer designen, die sie anschließend bauen, gestalten und auch ausprobieren konnten. Das „Digilab“ der Hochschule Niederrhein bot ein Löt-Projekt an, bei dem die Schüler insgesamt knapp 120 Tischlampen bauten. Eine andere Gruppe baute beim „Digilab“ eine sogenannte Wordclock – also eine Uhr, die die Zeit nicht mit Ziffern, sondern mit beleuchteten Wörtern auf einer Tafel anzeigt.

Die „JuniorUni“ half den Jugendlichen dabei, 3D-Konstruktion und Grafikdesign mit textilem Arbeiten zu verbinden: Dafür entwickelten sie eigene Motive, die die Teilnehmer anschließend für den 3D-Druck vorbereiteten und daraus Kissen und Rucksäcke bastelten. Auch der Deutsche Amateur Radio Club war bei der Projektwoche vertreten und zeigte den Jugendlichen, wie Funktechnik, das Morsealphabet und drahtlose Kommunikation funktionieren.

Die Woche wurde von verschiedenen Organisationen und Partnern veranstaltet, unter anderem der zdi-Community Mönchengladbach, deren Ziel es ist, junge Menschen für MINT-Berufe zu begeistern, dem Weiterbildungszentrum „skillzUP“ und eben der WFMG.