Die SPD aber sieht das fundamental anders, wie ihr Spitzenkandidat Steffen Krach umgehend klarstellte. „Ich werde in keine Koalition eintreten, die Enteignung zur Voraussetzung macht“, sagte Krach dem rbb. Es gebe bessere und vor allem kostengünstigere Instrumente, etwa das geplante Mietenkataster. Es sei aber ohnehin sein Eindruck, so Krach, „dass die Linke hier eine rote Linie zieht, weil sie gar nicht regieren will, sondern weiter Maximalopposition sein möchte“.
Dass Grünen-Spitzenkandidat Werner Graf die rot-roten Streithähne aufrief, „grüne Linien“ zu ziehen statt roter, dürfte derweil kaum als Schlichtungsversuch verstanden werden. Zumal auch Graf sich klar positionierte: „Wir Grüne fühlen uns an die Umsetzung des Volksentscheids gebunden.“