Der MSV Duisburg startet am Samstag (8. August, 14 Uhr) mit einem Heimspiel gegen Aufsteiger SV Meppen in die neue Saison der 3. Liga. Im vereinseigenen Podcast schaute Trainer Dietmar Hirsch auf die anstehenden Aufgaben.

Nach sechs intensiven Wochen Vorbereitung ist die Vorfreude beim Cheftrainer riesig. „Jeder möchte jetzt spielen“, sagt Hirsch. Testspiele und Ergebnisse seien nun „Makulatur“. Entscheidend sei jetzt nur noch eines: „Jetzt geht es wieder um Punkte.“ Dass der MSV erneut vor einer Kulisse von mehr als 25.000 Zuschauern in die Saison startet, sorgt zusätzlich für Begeisterung. „Wir freuen uns einfach wieder durch den Tunnel zu gehen, die Fans zu sehen und wollen einen guten Start hinlegen.“

Hirsch erwartet mutiges Meppen

Den ersten Gegner nimmt der 53-Jährige keineswegs auf die leichte Schulter. Hirsch erwartet einen selbstbewussten Aufsteiger, der seinen offensiven Stil auch in der 3. Liga beibehalten will. „Sie spielen mutigen Offensivfußball“, erklärt der Trainer. Auch die Testspiele hätten gezeigt, dass der SV Meppen schnell den Weg nach vorne suche und viel Tempo entwickle. Zudem rechnet Hirsch mit einer lautstarken Unterstützung aus dem Emsland. „Der Gästeblock wird auch sehr, sehr gut besucht sein.“

Gemessen am letztlich nur knapp verpassten Aufstieg geht der MSV naturgemäß mit einem anderen Selbstverständnis in die neue Saison. So müssen sich nun zunächst die Meppener auf dem nächsthöheren Niveau auch beweisen. Die Favoritenrolle nimmt Hirsch mit seinem Team entsprechend selbstbewusst an. „Wir wollen das Spiel genießen, aber natürlich in erster Linie gewinnen.“

„Ruhrpott-Fußball“ soll weiter der Schlüssel sein

Eine starke Anpassung der Spielidee ist dabei nicht zu erwarten. „Eigentlich ändert sich gar nichts“, sagt Hirsch. Der MSV solle weiterhin für ehrlichen, intensiven Fußball stehen. „Ruhrpott-Fußball, sage ich immer: ehrliche Arbeit, harte Arbeit, hart gegen den Ball, sich in alles reinballern.“ Hirsch sieht seine Schützlinge immer noch als Umschaltmannschaft, die im Ballbesitz aber auch Fortschritte gemacht hat. Als größte Veränderung bezeichnet der 54-Jährige vielmehr die gewachsene Qualität des Kaders. „Wir haben wirklich alle Positionen qualitativ doppelt besetzt.“ Ein Umstand, der seine Aufgabe in Teilen verkompliziert. „Das zu moderieren wird für das Trainerteam schon schwierig, weil jeder spielen möchte.“

Trotz des größeren Konkurrenzkampfs will der 54-Jährige seinem Weg treu bleiben. Statt das System anzupassen, soll die mannschaftliche Geschlossenheit weiterhin die größte Stärke der Zebras bleiben – angefangen mit einem erfolgreichen Auftakt gegen den SV Meppen.