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Nur noch zwei Tage bis zum ersten Anpfiff für Dynamo Dresden in der neuen Zweitliga-Saison! Dann will Jakob Lemmer (26) einen Last-Minute-Platz in der Startelf ergattert haben. Der Rechtsaußen liefert sich bei den Sachsen das engste Duell der Vorbereitung mit Neuzugang Kaan Inanoglu (20), der von Eintracht Frankfurt II kam.

Lemmer selbst gibt zu: „Ich versuche mein Bestes zu geben, damit ich so viele Minuten wie möglich bekomme und der Mannschaft helfen kann. Deshalb will ich mich bis zum Schluss zeigen und anbieten.“ Bei der Generalprobe gegen Union Berlin (2:1) war ihm das sofort anzusehen. „Ich habe die 30 Minuten bekommen, wollte eine Reaktion zeigen und beweisen, dass ich positive Energie auf den Platz kriege.“

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Eine Bewerbung für einen Joker-Einsatz war es sicherlich – vielleicht mehr. In der Rückrunde der vergangenen Saison tat er sich dagegen oft schwer, wenn er von der Bank kam. Kurios: Hilft jetzt womöglich der neue Ball?

Denn nach acht Jahren Unterbrechung stellt Adidas das neue Spielgerät. Wie damals heißt er „Torfabrik“ und löst die Derbystar-Kugel ab. Ausgerechnet Nürnberg-Torwart Jan Reichert (25) hatte zuletzt auf die Effekte aufmerksam gemacht: „Der Derbystar-Ball fühlt sich gedämpfter an. Der Adidas-Ball ist an der Oberfläche einfach härter und hat dadurch ein ganz anderes Flugverhalten. Man kann ihn viel stärker schießen, er bekommt viel mehr Speed. Je nachdem, wie der Treffpunkt ist, flattert er auch ein bisschen.“

„Schussqualität auf den Platz bringen“

Dresdens Lemmer will den Tipp gleich annehmen: „Es ist uns auch schon aufgefallen, dass der Ball für die Torhüter eklig ist und immer mal ein bisschen rechts und links von der eigentlichen Fluglinie geht. Wenn man da von der zweiten Reihe abzieht, ist es schwer für die Keeper. Das muss man probieren zu nutzen und seine Schussqualität auf den Platz bringen.“

Jakob Lemmer zeigte gegen Union Berlin, das mit ihm zu rechnen ist - ob in der Startelf oder von der Bank

Jakob Lemmer zeigte gegen Union Berlin, das mit ihm zu rechnen ist – ob in der Startelf oder von der Bank

Foto: Olaf Rentsch

Zumal er es auch FCN-Coach Miroslav Klose (43) zeigen will. Der Dynamo-Profi gibt zu: „In meinem Alter ist man ja mit ihm aufgewachsen, da schaut man immer zu ihm hoch, hatte alle Spiele verfolgt früher in der Nationalmannschaft und er hat die WM gewonnen. Das ist natürlich eine Person, die man schätzt. Da freut man sich auch, gegen ihn als Trainer zu spielen.“

Trotzdem fahren die Dresdner mit jeder Menge Respekt nach Franken. „Nürnberg ist ein starker Auftaktgegner, wird uns alles abverlangen. Im Hinterkopf schwebt der letzte Sieg mit, sodass du mit gutem Gefühl hinreisen kannst. Aber es geht von null los“, betont Lemmer nach dem 2:0-Erfolg vom April im Max-Morlock-Stadion.

Miroslav Klose zeigt den neuen Spielball „Torfabrik“ von Adidas

Miroslav Klose zeigt den neuen Spielball „Torfabrik“ von Adidas

Foto: picture alliance/Sportfoto Zink/Daniel Marr

Der Flügelflitzer kam in seiner Premiersaison im Bundesliga-Unterhaus auf sechs Tore und zwei Vorlagen in 32 Partien. Für sein zweites Zweitliga-Jahr nimmt sich Lemmer eine Steigerung vor: „Ich will in der 2. Liga Spiele sammeln, mich anpassen und mit den guten Mannschaften messen. Es geht darum, mich weiterzuentwickeln in meinen Fähigkeiten, damit ich noch mehr Scorerpunkte liefern kann.“

Obwohl er gesteht, dass ihn die großen Kulissen immer noch extra kitzeln – gerade zum Auftakt! „Die Vorbereitung ist lang, das Kribbeln dann groß, jeder hat Lust drauf und ist etwas aufgeregt. Mir geht’s so, dass ich vor jedem Spiel etwas nervös bin. Was aber auch oft ganz gut ist. Am ersten Spieltag ist das immer noch etwas mehr.“ Ganz sicher schlägt auch beim ein oder anderen Fan das Herz höher, dass die „Torfabrik“ endlich wieder angeschmissen wird …