Halle. Es hat zwar länger gedauert als geplant, aber dafür fielen die Kosten nicht so hoch aus wie angenommen. Mit 1,5 Millionen Euro hatte der Kreis für die Sanierung eines Teilstücks der Straße Grüner Weg gerechnet. „Am Ende sind es 1,22 Millionen geworden“, berichtete Silvia Merkentrup, Sachgebietsleiterin Straßenbau beim Kreis, bei der offiziellen Eröffnung am Dienstag.
Für den Verkehr freigegeben ist die wichtige Verbindungsstraße zwischen Halle und Werther bereits seit ein paar Tagen. Vor den Sanierungsarbeiten, die vor rund 14 Monaten begannen, war das Teilstück „wahrscheinlich die schlechteste Straße im Kreis Gütersloh“, vermutete Halles Bürgermeister Thomas Tappe. Landrätin Ina Laukötter kennt nach eigenen Angaben nur den Ist-Zustand. „Ich freue mich, dass wir ein Stück Infrastruktur wiederhergestellt haben.“
Vor den Bauarbeiten war die Straße von großen Schlaglöchern übersät. Diese Schäden allein sorgten dafür, dass die Autofahrer auf die Bremse traten, um die Stoßdämpfer ihrer Wagen zu schonen. Jetzt, auf dem neuen Asphalt, könnte man wieder schneller fahren. Aber Vorsicht: Von der Bielefelder Straße und bis rund 50 Meter hinter der Einmündung zum Berghof herrscht jetzt ein Tempolimit von 30 Stundenkilometern. Der Grund: „Rechts und links der Straße sind Schutzstreifen für Fahrräder angelegt worden. Die Fahrbahn dazwischen misst nur noch vier Meter“, erläuterte Silvia Merkentrup. Vorher galten hier für Pkw maximal 50 Stundenkilometer.
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Parken ist entlang des Teilstücks in Halle jetzt verboten
Seit dem 12. Mai 2025 wurde der Grüne Weg, der Halle mit Werther verbindet, zur Baustelle. Gut 14 Monate später ist er für den Verkehr nun wieder freigegeben.
| © Nicole Donath
Die Fahrrad-Schutzstreifen dürfen zwar, sofern dort gerade kein Radfahrer unterwegs ist, bei entgegenkommendem Verkehr befahren werden. Das Parken ist nun aber entlang des rund 500 Meter langen Teilstücks verboten. „Die Veränderung der Parksituation ist für die Anlieger natürlich gewöhnungsbedürftig“, so Thomas Tappe, der sich bei den Anliegern der Straßen Am Hang und Langer Acker auch für das Verständnis während der Bauzeit bedankte. Gerade diese beiden Straßen waren sehr häufig als Schleichwege genutzt worden.
Die Baumaßnahme des Kreises wurde von der Firma Dieckmann aus Osnabrück in Abstimmung mit den Haller TWO durchgeführt. Denn nicht nur die Asphaltdecke musste erneuert, sondern es mussten auch teils neue Versorgungsleitungen verlegt werden. Die vorhandenen Leitungen waren stellenweise so viele und in einem so sensiblen Zustand, dass vorsichtig per Hand geschaufelt werden musste. Dadurch und durch einen strengen Winter verlängerte sich die vorhergesagte Bauzeit um rund vier Monate.
Ganz abgeschlossen ist die Maßnahme noch nicht. Es fehlen noch rote Markierungen auf den Fahrradschutzstreifen auf Höhe der Einmündungen, um die Aufmerksamkeit der abbiegenden, motorisierten Verkehrsteilnehmer zu erhöhen. „Dieser spezielle Belag kann nur aufgetragen werden, wenn sich der neue Asphalt mindestens sechs Wochen gesetzt hat“, erläuterte Bauleiter Markus Elbracht, der für den Kreis die Bauleitung übernommen hatte. Außerdem wird auf dem Teilstück ein Zebrastreifen eingerichtet. „Wir warten auf die entsprechenden Verkehrsschilder, da gibt es wohl gerade Lieferschwierigkeiten. Aber ohne dürfen wir den Zebrastreifen nicht eröffnen.“
Kleiner Schwenk auf Straße in Halle hat Baum gerettet
Wer schon zu Fuß oder mit Rad auf dem frisch sanierten Teilstück unterwegs war, der wird in Richtung Werther einen leichten Schwenk auf der Höhe der Einmündung Berghof bemerkt haben. „Dieser kurvige Verlauf ist notwendig gewesen, um die zwei großen Linden, die dort stehen, zu erhalten“, so Silvia Merkentrup. „Wir sind sehr dankbar, dass der Eigentümer uns diese Fläche verkauft hat, um die Maßnahme durchführen zu können“, ergänzte die Landrätin.
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