Die Stiftung Bayerische Gedenkstätten gratuliert der Dachauer Künstlerin Esther Glück zur Verleihung des Seerosenpreises der Landeshauptstadt München. Stiftungsdirektor Freller erklärt dazu: „Ich freue mich sehr für Esther Glück. Die Auszeichnung würdigt ihr künstlerisches Werk, das sich über viele Jahre mit großer Konsequenz und einer unverwechselbaren Handschrift entwickelt hat. Ihre Arbeiten im Dienst der Erinnerungskultur zeichnen sich durch eine besondere Sensibilität und emotionale Tiefe aus.“

Die Stiftung Bayerische Gedenkstätten und Esther Glück verbindet eine langjährige vertrauensvolle Zusammenarbeit. Ein besonderer Meilenstein dieser Kooperation war zuletzt der gemeinsam mit der Fristo-Stiftung realisierte Stop-Motion-Kunstfilm „Father_Land_Scape“. Der Film erzählt die Biografie des Holocaust-Überlebenden Abba Naor auf eindrucksvolle und innovative Weise und eröffnet insbesondere jungen Menschen einen neuen Zugang zu diesem Thema. Das Projekt verbindet künstlerischen Ausdruck mit historisch-politischer Bildungsarbeit und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Vermittlung der Geschichte des Holocaust. Um den Einsatz des Films in Schulen und Bildungseinrichtungen zu fördern, stellt die Stiftung „Father_Land_Scape“ kostenfrei zum Download auf der Website zur Verfügung. Lehrkräfte und Bildungseinrichtungen sind ausdrücklich eingeladen, das Werk für ihre Bildungsarbeit zu nutzen.

Der Seerosenpreis wurde 1962 auf Initiative des damaligen Oberbürgermeisters Hans-Jochen Vogel und des Malers Hermann Geiseler von der Stadt München ins Leben gerufen und wird jährlich von einer Jury aus Kunstschaffenden an Künstlerinnen und Künstler vergeben, die langjährig tätig sind und ihren Lebens- und Schaffensmittelpunkt in München haben.