Sie faszinieren Menschen. Weil sie so unwirklich sind. Verlassene Orte, in denen die Zeit stehen geblieben zu sein scheint. Sie liegen unweit der Zivilisation, erzählen aber von der Vergangenheit. Und sie strahlen etwas Verbotenes aus. Weil der Zutritt tatsächlich verboten ist. Weil er gefährlich ist. Lebensgefährlich.
Von diesen vergessenen oder verlorenen Orten – neudeutsch „Lost Places“ – hat Mönchengladbach durch seine Militärgeschichte gleich mehrere, sogar sehr prominente. Allen voran das Hunderte Hektar große Areal des JHQ („Joint Headquarters“), das sogar ein eigener Stadtteil (Hauptquartier) ist. Aber auch im Norden, Westen und Osten der Stadt gibt es verlassene oder großteils verlassene Gelände mit einst militärischer Nutzung. Doch ihr Ende zeichnet sich ab. Eine Bestandsaufnahme.