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Wenn Energie Cottbus am Sonntag (13.30 Uhr) gegen Hannover 96 aufläuft, ist es das erste Zweitliga-Spiel des Ostklubs nach 4473 Tagen. 2014 verabschiedeten sich die Lausitzer am 11. Mai mit einem 0:2 in Ingolstadt, jetzt gibt’s die Rückkehr und ausgerechnet mit einem bekannten Gesicht auf der Gegenseite…
Denn in Franz Roggow (24) ausgerechnet der Überraschungsmann der Vorbereitung bei den 96ern ein Ex-Cottbuser. Der gebürtige Eberswalder wurde zwischen 2015 und 2018 beim FC Energie im Nachwuchs ausgebildet und fand über den FC St. Pauli und Borussia Dortmund II nach Hannover.
Roggow gilt als zuverlässiger Sechser, der mit seinem Passspiel durchaus die Fäden ziehen kann und zu einem Mittelfeld-Strategen heranreift. Der Brandenburger soll auch Führungsstärke mitbringen, hat aber eine Schwäche: Er ist nicht ganz der Schnellste. Und im starken Kader der Niedersachsen hat man eben zügig das Nachsehen. Setzt Trainer Christian Titz (55) diesmal von Beginn an auf ihn?

Franz Roggow konnte sich in der Vorbereitung bei Hannover 96 gut anbieten – aber reicht es für den Durchbruch?
Foto: Darius Simka
Eher nein. So wird der Ex-Energie-Kicker wohl erst mal nicht an Konkurrent Stefan Thordarson, gleichzeitig Kapitän, vorbeikommen. Fakt aber: Roggow muss für die eigene Weiterentwicklung endlich spielen, nachdem er letzte Saison nur sieben Einsätze mit einer Gesamtspielzeit von gerade mal 116 Minuten auf dem Konto hatte.
Roggow: „Habe für Cottbus mitgefiebert“
Der Mittelfeld-Abräumer spielte zuletzt im April 2025 in der 3. Liga mit Dortmund II gegen den FCE, gewann 4:1. Damals sagte er: „Die Wochen nach und vor dem Spiel habe ich immer für Cottbus mitgefiebert. Auf dem Rasen spielt es auf jeden Fall gar keine Rolle. Da will man für seine Mannschaft das Beste geben. Die Zeit ist ja auch etwas länger her, ich war ja auch nie bei den Energie-Profis, bin trotzdem sehr dankbar, dass ich dort die ersten Schritte im Nachwuchsbereich gehen konnte. Es gibt aber nie Mitleid, da bin ich zu ehrgeizig.“
Den ostdeutschen Traditionsverein hat er dennoch im Blick. „Meine Eltern wohnen immer noch dort, ich bin ab und zu natürlich in der Heimat. Natürlich beobachtet man den Weg von Energie Cottbus“, meinte Roggow.
Eines ist klar: Sitzt er in den ersten Zweitliga-Partien bei Hannover 96 wieder nur komplett draußen, würde eine Wechseldebatte sicher nochmal Fahrt aufnehmen. Im Winter beschäftigte sich Hertha BSC bereits mit ihm, auch Dynamo Dresden hatte ihn auf dem Zettel. Oder würde Cottbus-Trainerfuchs Claus-Dieter Wollitz (61) sogar selbst aktiv werden? Nach 90 Minuten am Sonntag könnte man leicht mehr erahnen, ob das realistisch werden kann …