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Hamburg – Von 2006 bis 2015 war „Schlag den Raab“ DER Samstagabend-Hit auf ProSieben. In 55 Ausgaben bewies Stefan Raab (59) vor Millionen Zuschauern sein Wissen, seine Athletik und sein Geschick. Moderator Steven Gätjen (53) führte vier Jahre durch die Show und wurde für viele Fans ein unverzichtbarer Teil des Formats.
Inzwischen ist Gätjen auch YouTuber – und blickt in seinem ersten Video auf die turbulente Zeit vor seinem Raab-Debüt zurück. Ein kurioses Telefonat im Mai 2011 ist ihm dabei besonders in Erinnerung geblieben.

TV-Moderator, Podcast-Host und seit Neuestem auch YouTuber: Steven Gätjen ist ein echter Entertainment-Allrounder
Foto: picture alliance/Geisler-Fotopress
„Mama? Nee, hier ist Stefan Raab!“
„Mein Telefon klingelte. Ein anonymer Anruf. Die einzige Person, die mich mit unterdrückter Nummer anruft, ist meine Mutter. Und dann bin ich rangegangen und meinte so: ‚Hallo Mama, alles gut?‘“, erinnert sich Gätjen. Doch Mama befand sich gar nicht am anderen Ende der Leitung: „Nee, hier ist Stefan Raab.“ Der habe ihm dann gesagt: „Hör zu, Steven. Ich finde, du bist ein cooler Typ. Ich habe eine Frage: Hast du Bock, ‚Schlag den Raab‘ zu moderieren?“

Auch wenn er bei „Schlag den Raab“ nie Geld gewinnen, sondern nur den Jackpot für die nächste Show erhöhen konnte: Gnade ließ der Entertainer in dem Wettkampf-Format nie walten. 38 Sendungen konnte er für sich entscheiden
Foto: picture-alliance/dpa
Gätjen sagte begeistert zu. Noch am selben Tag ging die Pressemitteilung raus. Doch nicht nur das ging schnell: Auch die erste Sendung fand bereits zwei Wochen später statt. Raab habe vorher zu Gätjen gesagt: „Ich bin fest davon überzeugt, dass du es super machen wirst. Aber du musst dich jetzt schon mal damit auseinandersetzen, dass du nur kritisiert wirst. Alle wollen Matthias wiederhaben. Aber ich glaube an dich.“
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Und er sollte recht behalten. Matthias Opdenhövel moderierte „Schlag den Raab“ von 2006 bis 2011 und begeisterte dabei Kritiker sowie Zuschauer. In seiner Zeit als Moderator räumte das Format zahlreiche Preise ab. Dementsprechend groß waren die Fußstapfen, die er Gätjen hinterließ. Nach seinem Debüt hieß es von Zuschauern und Kritikern, „ich sei zu steif, zu spießig, zu groß, zu klein, zu doof, zu dick, zu blond“, so Gätjen.

Matthias Opdenhövel (l.) moderierte 28 Ausgaben und somit knapp mehr als die Hälfte aller „Schlag den Raab“-Shows. Die Dynamik von Stefan und ihm begeisterte über Jahre ein Millionenpublikum
Foto: picture-alliance/dpa
Doch Fans der Sendung schlossen ihn schnell ins Herz und er moderierte die Show am Ende erfolgreich bis zur letzten Ausgabe im Dezember 2015.