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Da saß der Frust nach der Zweitliga-Auftaktpleite sichtlich tief … Bochum-Trainer Uwe Rösler (57) war am Freitagabend nach dem 0:1 zu Hause gegen Hertha BSC noch ordentlich angefressen. Und das entlud sich am Sky-Mikro im Interview mit Reporter Dirk große Schlarmann.
Seine erste Antwort hatte es bereits ordentlich in sich. „Du musst ein anderes Spiel gesehen haben“, so der Trainer. „Wenn du sagst, dass das verdient war, dann warst du nicht hier beim Spiel.“ Dabei hatte der Sky-Mann nur seine Meinung kundgetan, dass das 1:0 für Hertha für ihn so in Ordnung sei, ein 1:1 es aber genauso gewesen wäre.
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Doch damit nicht genug. Kurz darauf dreht Rösler den Spieß plötzlich um und stellt selber Fragen. Der VfL-Trainer im Oberlehrer-Ton: „Wie viele Chancen haben wir uns über 90 Minuten erarbeitet?“ Die Antwort von große Schlarmann: „2 1/2.“ Rösler: „Sechs. Sechs!“ Und dann hinten raus mit einem leichten Lächeln: „Wie gesagt, du warst nicht hier gewesen beim Spiel. Nächstes Mal musst du kommen.“
Das Tor des Tages kurz vor der Pause erzielte nach schöner Kombination der Gäste Berlin-Stürmer Sebastian Grönning (39.). Mit dem 0:1 ging für den VfL, den durchaus einige Experten im Aufstiegsrennen sehen, eine irre Pleitenserie weiter: Im elften Jahr in Folge konnten sie schon wieder nicht ihr Liga-Auftaktspiel gewinnen. Rösler, der seit Oktober 2025 Bochum-Trainer ist, dazu genervt bei Sky: „Für mich gibt es kein schon wieder. Es war mein erster Auftakt.“
Am meisten nervte Rösler aber das Ergebnis. Sein Fazit: „Erste Halbzeit waren sie besser als wir. Die zweite Hälfte ging klar an uns. Wir hätten heute 1:1 spielen müssen, das wäre ein faires Resultat gewesen.“
Vor dem Spiel war Rösler noch voller Energie in die Fan-Kurve gestürmt – durch den eingeschalteten Rasensprenger hindurch. Nach der kalten Dusche im Spiel war es dann aber vorbei mit der guten Laune.