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Köln – Der FC siegt vor 37.000 Zuschauern im Müngersdorfer Stadion 2:1 (1:1) gegen Real Sociedad. Der biedere Test-Kick gegen den spanischen Pokalsieger war fast schon Nebensache. Das große Thema rund um das Spiel war die Zukunft von Said El Mala (19/Vertrag bis 2030). Dortmund war zuletzt mit dem nächsten Angebot beim FC abgeblitzt (45 Mio. Euro inkl. möglicher Boni). Fakt ist: Köln beharrt nach wie vor auf einem Gesamtpaket von 50 Mio. Euro – mindestens!
Der BVB will zeitnah mit einem weiteren Angebot nachlegen, die interne Schmerzgrenze von 50 Mio. Euro aber nicht überschreiten (BILD berichtete). Berichte über ein vorbereitetes Angebot jenseits der 50-Millionen-Grenze soll bei den BVB-Bossen für Verwunderung gesorgt haben. Nach BILD-Informationen ist beim FC noch kein neues Angebot eingegangen.
Die große Frage, die sich stellt: War das El Malas letzter Auftritt im Köln-Trikot?
FC-Sportboss Thomas Kessler (40) sagte zwar vor dem Spiel bei MagentaTV: „Ich bin völlig entspannt, dass Said heute auf dem Platz steht. Und ich gehe auch davon aus, dass er in dieser Saison bei uns auf dem Platz steht.“ Aber legt der BVB in den nächsten Tagen tatsächlich noch ein Gesamtpaket von 50 Mio. Euro mit realistischen Bonuszahlungen und einer Weiterverkaufsbeteiligung auf den Tisch, dürften Kessler und die entscheidenden Gremienmitglieder die Köpfe zusammenstecken und den Deal womöglich abnicken. Das konnte man dann auch seinen weiteren Sätzen entnehmen. Kessler: „Wir haben auch gesagt: Wenn etwas kommt, das für den FC in der Größenordnung ist, dass wir uns unterhalten wollen, werden wir das auch tun.“
Der Poker geht also weiter. Billiger wird El Mala allerdings nicht. Auch dies ließ Kessler durchblicken. „Wir fangen in ein paar Wochen an und der Markt bewegt sich. Wir kümmern uns noch um weitere Neuzugänge. Die Preisgestaltung ist flexibel, je nach Anfrage. Wir sollten uns da nicht festlegen“, meinte er.
Maina mit der schnellen Führung
El Mala selbst scheint der irre Poker nicht wirklich zu belasten. Gegen Real Sociedad stand er in der Startelf, wirbelte wie gewohnt auf dem linken Flügel. Nach dem schnellen 1:0 durch Maina (5.) hatte El Mala seine erste Aktion, setzte einen Schuss aus 16 Metern nur knapp rechts am Tor vorbei.
Kurz danach wurde es kurios: Köln-Verteidiger Simpson-Pusey grätschte den Ball bei einer Rettungstat gegen den Fuß von Neuzugang Lochoshvili – und von dort kullerte er zum 1:1 (10.) ins Tor. Mehr spektakuläre Szenen gab’s in der ersten Hälfte gegen die Spanier, die der FC am Freitagabend bereits bei einem Geheim-Test 2:0 (Tore: Waldschmidt und Bülter) besiegt hatte, nicht.
El Mala weckte die Fans zu Beginn der 2. Hälfte mit einem Solo, das am Ende aber erfolglos blieb, wieder auf. Möglich, dass es sein letzter Dribbel-Auftritt in Köln war. Denn nach 62 Minuten wurde er ausgewechselt. Kurz zuvor hatte er sich bei einem Sprint einen Krampf zugezogen – aber alles halb so wild.
Wagner hofft noch
Sein Trainer René Wagner (38) hofft noch auf weitere Köln-Spiele, sagt auf BILD-Nachfrage: „Wir wissen nicht, was passiert. Der Junge gibt jeden Tag jedem das Gefühl, dass er in keiner Silbe auch nur daran denkt, wegzugehen. Was dann passiert, noch mal, das können wir alle nicht beeinflussen. Außer vielleicht er selber und der Verein. Wir sind aktuell in der Position, dass Said El Mala bei uns Fußballer bleibt.“
Die vielen Geschichten und Gerüchte stören El Mala laut Wagner nicht. „0,0! Ich kenne natürlich nicht die Gründe für Saids Erwachsenwerden im Sommer – aber wenn die ganzen Gerüchte dazu beitragen, dass so ein Said El Mala im Training und beim Spiel herauskommt, dann waren die Gerüchte sehr, sehr gut für uns, weil er aktuell ein Bild zeigt, das tadellos ist.“
Doch noch ein bisschen Spektakel auf dem Platz: Nachwuchs-Stürmer Nilas Yacobi (19) traf direkt nach seiner Einwechslung per Kopf zum 2:1 (78.) und sicherte so den zweiten Sieg gegen die Spanier innerhalb von zwei Tagen.