Newsblog zum Krieg in Nahost
Vance äußert sich zum wichtigsten US-Ziel
Aktualisiert am 08.08.2026 – 18:26 UhrLesedauer: 12 Min.
US-Vizepräsident äußert sich zu dem wichtigsten US-Ziel derzeit im Iran-Krieg. (Quelle: IMAGO/Yuri Gripas/imago)
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Der iranische Präsident will weiter mit den USA reden. Die Huthis greifen im Jemen an. Alle Entwicklungen im Newsblog.
US-Ziel im Iran-Krieg: JD Vance nennt wichtigsten Punkt
Ziel der USA ist es laut Vizepräsident JD Vance, beim Öl- und Gastransport durch die Straße von Hormus wieder das Niveau vor dem Iran-Krieg herzustellen. Das sagte der Republikaner dem US-Sender Fox News auf die Frage, was bei einem hypothetischen Abkommen ein akzeptabler Status quo für die Meerenge wäre. Vance gab an, dass die Iraner das zugesagt hätten und auch die Golfstaaten das wollten. Gleichzeitig sagte er auch, dass die USA darauf nicht vertrauten.
In den vergangenen Wochen hätten die Iraner und die Golfstaaten, vor allem der Oman, darüber gesprochen, wie man einen sicheren Schiffsverkehr gewährleisten könne. Das Problem ist laut Vance vor allem, dass die Teheran zu Beginn des iran-Kriegs eine große Anzahl an Minen verlegt hätten. Aktuell arbeite man daher daran, wie man einen Mechanismus für eine sichere Schifffahrt dort einrichten könne. Vance zufolge schließt das sowohl eine Minenräumung als auch Zusagen des Irans ein, keine Handelsschiffe anzugreifen.
Vor dem Ende Februar von den USA und Israel begonnenen Krieg gegen den Iran verlief die Schifffahrt in der Meerenge zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman weitestgehend ungestört. Rund ein Fünftel des weltweiten Ölbedarfs wurde durch die Straße von Hormus transportiert, die auch etwa für den Transport von Flüssiggas und Dünger zentral ist. In den USA erhöhen insbesondere die gestiegenen Benzinpreise den Druck auf US-Präsident Donald Trump und sein Team, eine schnelle Lösung für ein Kriegsende zu finden – auch mit Blick auf die Midterms 2026.
Oman bezeichnet Hormus-Gespräche mit Iran als „positiv“
Oman hat die Gespräche mit dem Iran über die Schifffahrt in der Straße von Hormus als „positiv und konstruktiv“ bezeichnet. Zeitgleich warnte der Golfstaat aber vor weiteren Angriffen auf Schiffe im aktuellen Iran-Krieg.
Das Außenministerium in Maskat verurteilte am Samstag die „wiederholten Angriffe“ auf Schiffe in der Meerenge, ohne den Iran ausdrücklich zu nennen. Die Warnung erfolgte vor dem Hintergrund einer Serie von Angriffen, für die unter anderem die Vereinigten Arabischen Emirate den Iran verantwortlich machen.
Ölkonzern meldet Angriff auf Schiff in Straße von Hormus
In der strategisch wichtigen Straße von Hormus ist am Samstag ein Schiff der staatlichen Ölgesellschaft von Abu Dhabi (ADNOC) mit einer Rakete angegriffen worden. Verletzt wurde dabei niemand, wie das Unternehmen über die staatliche Nachrichtenagentur WAM mitteilte. Zu dem angegriffenen Schiff, seiner Ladung, dem Ausmaß des Schadens oder zur Verantwortung für den Angriff wurden zunächst keine Angaben gemacht. Die Lage sei aber unter Kontrolle, hieß es.
