Russland meldet Einnahme von Ortschaft in Region Charkiw

Russland meldet die Einnahme der Ortschaft Iwaniwka in der ukrainischen Region Charkiw. Die Streitkräfte hätten die Siedlung unter ihre Kontrolle gebracht, teilt das Verteidigungsministerium in Moskau mit. Die Angaben lassen sich von der Nachrichtenagentur Reuters zunächst nicht unabhängig überprüfen. Eine Stellungnahme der Ukraine liegt zunächst nicht vor.

Selenskyj: Dreijähriger bei Angriff getötet

Bei nächtlichen russischen Angriffen auf die Ukraine sind Behördenangaben zufolge vier Menschen getötet worden – darunter ein dreijähriger Junge und seine Großeltern. Präsident Wolodymyr Selenskyj teilte am Samstag mit, die drei seien in dem Dorf Puhiwka in der Region Kiew durch russische Drohnen ums Leben gekommen. Ihr Haus sei in Brand geraten. Die Eltern des Jungen, sein 15-jähriger Bruder und ein Nachbar seien verletzt worden. Eine weitere Person sei bei einem Angriff mit ballistischen Raketen auf die Hauptstadt Kiew ums Leben gekommen. Europa, Amerika und die Ukraine wollten den Krieg beenden. „Nur Putin will es nicht und klammert sich verzweifelt an seine ballistischen Raketen und Drohnen, um den Krieg am Laufen zu halten“, schrieb Selenskyj auf dem Kurznachrichtendienst Telegram. „Es ist mehr Druck nötig.“

Raffinerien in Brand: Ukraine trifft Ölanlagen in Russland

Bei einem ukrainischen Drohnenangriff auf die Ölraffinerie Ilski in der südrussischen Region Krasnodar sind örtlichen Behörden zufolge fünf Menschen verletzt worden. Auf dem Gelände sei ein Feuer ausgebrochen, teilen die Behörden mit.

Zudem werden Drohnenangriffe auf eine Industrieanlage in der russischen Region Samara gemeldet, wie der dortige Gouverneur mitteilt. Das Unternehmen wird nicht namentlich genannt. Russische Medien berichten, dass es sich um die Rosneft-Ölraffinerie Sysran handele. Der ukrainische Generalstab bestätigte beide Angriffe.

Das russische Verteidigungsministerium erklärt, die Luftabwehr habe in der Nacht 397 ukrainische Drohnen über mehreren Regionen zerstört. Die Angaben der beiden Kriegsparteien können von unabhängiger Seite nicht überprüft werden.

Russische Reederei nimmt nach Schiffsuntergang keine Aufträge mehr an

Der russische Logistik- und Schifffahrtskonzern Fesco nimmt nach einem ukrainischen Drohnenangriff auf eines seiner Schiffe keine neuen Frachtaufträge für das Schwarze Meer mehr an. Die „Janina“ sei in der Nacht zum Samstag durch ukrainische Seedrohnen beschädigt worden und gesunken, teilt der staatliche russische Atomkonzern und Fesco-Eigentümer Rosatom mit.

Russland meldet Treffer auf wichtige Rüstungsfabrik in Kiew

Das russische Militär spricht nach dem nächtlichen Luftangriff auf Kiew von einem Schlag gegen den ukrainischen Rüstungshersteller Fire Point. Das Verteidigungsministerium in Moskau teilte mit, es sei eine Produktionsstätte getroffen worden, die Teile und Sprengköpfe für den ukrainischen Marschflugkörper FP-5 Flamingo herstelle. Außerdem sei ein Treibstofflager vernichtet worden, das die ukrainische Armee beliefere.