Politik zum Handeln gezwungen

Rheinpegel extrem niedrig – Prognose zeigt weiter nach unten

09.08.2026 – 09:42 UhrLesedauer: 2 Min.

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Trocken gefallene Rheinwiesen an der Rheinkniebrücke bei Oberkassel: Seit Wochen führt der Rhein in Düsseldorf Niedrigwasser. (Quelle: IMAGO/Hans Blossey/imago)

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Der Rhein führt in Düsseldorf außergewöhnlich wenig Wasser. Schon jetzt liegen die Messwerte deutlich unter dem bislang geführten historischen Tiefststand – und die Prognose bleibt niedrig.

Der Rheinpegel in Düsseldorf bleibt auf einem außergewöhnlich niedrigen Niveau. Am Sonntagmorgen, 9. August, lag der Wasserstand bei 16 Zentimetern, wie aus den Daten des Elektronischen Wasserstraßen-Informationsservice (ELWIS) hervorgeht.

Schon in den Tagen zuvor war der Pegel stark gefallen. Am 7. August lag er um 17.30 Uhr gerade einmal bei zehn Zentimetern – und damit deutlich unter dem bisherigen historischen Vergleichswert.

Rheinpegel in Düsseldorf bleibt auf sehr niedrigem Niveau

Für Montag erwarten die aktuellen Berechnungen weiterhin sehr niedrige Wasserstände. Auch am Dienstag und Mittwoch dürfte sich daran zunächst wenig ändern. Teilweise werden erneut Werte im Bereich von rund zehn Zentimetern erwartet.

Wie immer gilt: Je weiter die Berechnung in die Zukunft reicht, desto größer ist die Unsicherheit. Die tatsächlichen Werte können sich also noch verändern.

Niedrigwasser hat Folgen für die Schifffahrt

Das anhaltende Niedrigwasser wirkt sich auch auf den Güterverkehr auf dem Rhein aus. Viele Frachtschiffe können derzeit nur einen Teil ihrer üblichen Ladung transportieren, weil bei niedrigen Wasserständen weniger Tiefgang zur Verfügung steht.

Nordrhein-Westfalen hat deshalb gemeinsam mit weiteren Bundesländern das Fahrverbot für bestimmte Lastwagen an Sonn- und Feiertagen vorübergehend gelockert. Damit sollen Güter, die wegen des Niedrigwassers nicht oder nur eingeschränkt per Schiff transportiert werden können, leichter auf die Straße verlagert werden.

Zuvor hatte Bundesverkehrsminister Steffen Bilger (CDU) bei einem Treffen mit Wirtschaftsverbänden und Unternehmen in Bonn Sofortmaßnahmen angekündigt, um Lieferketten auf wichtigen Wasserstraßen wie dem Rhein aufrechtzuerhalten.