Newsblog zum Krieg in Nahost

Raffinerie in Brand gesetzt: Huthis bekennen sich zu Angriff

Aktualisiert am 09.08.2026 – 10:20 UhrLesedauer: 14 Min.

IRAN-CRISIS/SAUDI-HOUTHISVergrößern des Bildes

Huthi-Anhänger stehen vor einem Propagandaplakat in Sanaa (Archivbild): Die jemenitische Miliz hat offenbar eine Raffinerie in Saudi-Arabien in Brand gesetzt. (Quelle: Khaled Abdullah)

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Der Iran wirft den USA vor, Lebensmitteltransporte zu blockieren. Die Huthis greifen derweil eine saudische Ölraffinerie an. Alle Entwicklungen im Newsblog.

Raffinerie in Brand gesetzt: Huthis bekennen sich zu Angriff

Die vom Iran unterstützten Huthis im Jemen haben nach eigenen Angaben erneut eine saudi-arabische Ölanlage am Roten Meer angegriffen. Die Miliz habe „erfolgreich die Aramco-Ölraffinerie im Dschisan mit einer Drohne“ attackiert, erklärte Huthi-Sprecher Jahja Saree am Sonntag. Den Angriff bezeichnete er als „präzise“ und als Reaktion auf Vorstöße Saudi-Arabiens im Nordwesten des Jemen.

Die Huthis kontrollieren weite Teile des Jemen, darunter die Hauptstadt Sanaa sowie Gebiete an der Grenze zu den saudi-arabischen Provinzen am Roten Meer. Die von Teheran unterstützte Miliz hatte Ende Juli eine Seeblockade gegen Saudi-Arabien angekündigt und seither nach eigenen Angaben saudi-arabische Öltanker im Roten Meer sowie Ölanlagen in dem Königreich angegriffen. Die Miliz zog den Jemen damit in den Iran-Krieg hinein.

In den vergangenen Tagen kamen bei den folgenschwersten Huthi-Angriffen seit Jahren im Jemen dutzende Menschen ums Leben. Die Bedrohung der Schifffahrt und saudi-arabischer Ölanlagen erfolgt parallel zu Teherans weitgehender Blockade der für den Welthandel enorm wichtigen Straße von Hormus.

Brand in saudischer Raffiniere gelöscht

Die Feuerwehr hat einen Brand in einer Raffinerie des saudischen Ölkonzerns Saudi Aramco in Dschisan gelöscht. Dies teilt das saudische Energieministerium mit. Verletzte habe es nicht gegeben. Zur Brandursache werden in der Mitteilung keine Angaben gemacht. Dschisan liegt am Roten Meer nahe der Grenze zum Jemen.

Die Raffinerie mit einer Kapazität von 400.000 Barrel pro Tag war einem von der Nachrichtenagentur Reuters eingesehenen Vermerk des Beratungsunternehmens IIR zufolge bereits am 27. Juli stillgelegt worden. Grund war ein Angriff der jemenitischen Huthi-Miliz, bei dem der Gas-und-Dampf-Kombikraftwerk-Komplex (GuD) und der Tanklagerbereich der Anlage beschädigt wurden. Die vom Iran unterstützten Huthis hatten damals erklärt, sie hätten Aramco-Standorte in Dschisan und Janbu angegriffen.

Teheran stellt neue Forderungen an die USA

Der Iran stellt neue Forderungen an die USA für eine Wiedereröffnung der Straße von Hormus. Die Vereinigten Staaten dürften die Islamische Republik nie wieder bedrohen, hieß es in einer von iranischen Staatsmedien veröffentlichten Erklärung des Nationalen Sicherheitsrats. Zudem müssten sie den Krieg gegen den Iran und dessen Verbündete in der Region endgültig beenden. Der Nationale Sicherheitsrat ist das höchste Entscheidungsgremium im Land, wird von Präsident Massud Peseschkian geleitet und steht unter der Aufsicht des obersten Führers Modschtaba Chamenei.

Iran: USA blockieren Lebensmittel

Die Preise für Lebensmittel und andere Güter des täglichen Bedarfs sind im Iran seit Beginn des Konflikts im Februar rasant gestiegen. Dies sagt der iranische Präsident Massud Peseschkian auf einer Pressekonferenz. Er machte die USA für Schwierigkeiten beim Import von Grundgütern verantwortlich.