Wenn sie zu Stift oder Pinsel greift, taucht Ippich in eine ganz eigene Welt ein und blendet den Alltag um sich herum völlig aus. „Malen ist wie Meditation für mich. Ich kann mich mit meiner Kunst auf so vielfältige Weise ausdrücken. Oft fällt mir das leichter als mit Worten.“ Zu den großen Künstlern, die sie immer inspiriert haben, zählen der Expressionist Emil Nolde und Vincent van Gogh.
„Viele meiner Motive finde ich auch durch Zufall bei meinen Spaziergängen durch die Landschaft. Gerne porträtiere ich aber auch Menschen“, erzählt Ippich und erinnert an eine Ausstellung im Kleeblatt-Pflegeheim, die sich den Facetten des Alters widmete und für die sie einen inzwischen verstorbenen Spielberger gemalt hat.
„Jede Falte seines Gesichtes hat eine Geschichte erzählt und ich habe beim Malen so viele Episoden über Spielberg erfahren. Das war für mich eine sehr intensive und bereichernde Zeit“, so Ippich, die sich stets mit allen Sinnen auf ihre Motive einlässt. „Ich kann mir ein Leben ohne die Malerei nicht mehr vorstellen“, unterstreicht die Künstlerin, die selbst den Pflasterbelag der Zufahrt zu ihrem Haus künstlerisch gestaltet hat. Michaela Glemser