Dorstener Ordensfrauen übernehmen Fürbitten aus dem Internet

Ursulinen beten für AnliegenIm August nehmen die Ursulinen aus Dorsten die Anliegen aus dem digitalen Fürbittbuch in ihre Gebete auf: (von links) Schwester Benedicta Kimmeyer, Schwester Annette Borgmann und
Schwester Teresa Büscher. Foto: Bischöfliche Pressestelle/Michaela Kiepe

Gebete für Menschen aus dem ganzen Bistum

Ursulinen beten für Anliegen. Auch in diesem August übernehmen die Ursulinen in Dorsten wieder die Fürbitten aus dem digitalen Fürbittbuch des Bistums Münster. Bereits zum sechsten Mal nehmen die Ordensfrauen die online eingetragenen Anliegen in ihre täglichen Gebete auf.

„Entweder in den Laudes, der Vesper oder in unseren privaten Gebeten“, erklärt Benedicta Kimmeyer.

Ein Kloster mit langer Geschichte

Im Dorstener Konvent leben derzeit sechs Ursulinen. Die jüngste Schwester ist 79 Jahre alt, das Durchschnittsalter liegt bei 86 Jahren. Viele von ihnen waren über Jahrzehnte als Lehrerinnen an der Realschule oder dem Gymnasium St. Ursula tätig.

Vor elf Jahren übertrugen die Ursulinen die Trägerschaft der beiden Schulen an die Stiftung St. Ursula. Dem Schulstandort fühlen sie sich bis heute eng verbunden.

Leben im Alter gemeinsam gestalten

Mit dem Neubau des Klosters im Jahr 2012 schufen die Ursulinen ein Zuhause, das auf ihre Bedürfnisse im Alter zugeschnitten ist. Barrierefreie Wohnungen und Gemeinschaftsräume ermöglichen ein selbstbestimmtes Leben.

„Uns ist es jetzt ein Anliegen, ein Miteinander in dieser Altersstruktur zu leben und füreinander zu sorgen“, sagt Annette Borgmann.

Auch wenn eine Schwester krankheitsbedingt nicht mehr am gemeinsamen Gebet teilnehmen kann, kommen die anderen zu ihr ans Bett und feiern dort gemeinsam die Vesper.

Seit Jahrhunderten mit Dorsten verbunden

Seit 327 Jahren prägen die Ursulinen das Leben in Dorsten. Zwei Ordensfrauen wurden sogar zu Ehrenbürgerinnen der Stadt ernannt: Johanna Eichmann, Mitbegründerin des Jüdischen Museums Westfalen, und Paula von der Schulenburg, die als Künstlerin weit über Dorsten hinaus bekannt wurde.

Anlässlich ihres 25. Todestages ist ihrer Kunst derzeit eine Sonderausstellung im Bergbaumuseum Bochum gewidmet.

Fürbitten online eintragen

Das digitale Fürbittbuch des Bistums Münster steht allen Menschen offen. Die eingetragenen Anliegen werden im August von den Ursulinen in Dorsten in ihre Gebete aufgenommen.

Das digitale Fürbittbuch des Bistums Münster ist unter www.bistum-muenster.de/klosterfuerbitte erreichbar.

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