Astronomie-Fans sollten sich den 12. August 2026 rot im Kalender markieren. Im Landkreis Augsburg lässt sich am Abend ab etwa 19 Uhr eine partielle Sonnenfinsternis beobachten – sofern das Wetter mitspielt. Wichtig ist ein erhöhter Standort und mit freier Sicht in Richtung Westen. Denn die Sonne wird – relativ knapp vor Sonnenuntergang – recht tief stehen. Das sind drei Orte im Augsburger Land, die einen guten Blick möglich machen sollten.

In Königsbrunn gibt es den besten Blick in Richtung Westen

Die Ulrichshöhe in Königsbrunn Von Augsburg bis zu den Alpen reicht der Blick normalerweise von der Königsbrunner Ulrichshöhe. Der künstlich aufgeschüttete Hügel überragt den Sport- und Freizeitpark West um etwa 25 Meter. Mehrere Wege führen zum Königsbrunner Hausberg, der von der Endhaltestelle der Straßenbahnlinie 3 in wenigen Gehminuten erreichbar ist.

Zur Sonnenfinsternis auf den „Monte Scherbelino“ bei Gersthofen

Der beste Aussichtsberg weit und breit ist der ehemalige Müllberg bei Gersthofen.

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Der beste Aussichtsberg weit und breit ist der ehemalige Müllberg bei Gersthofen.
Foto: Marcus Merk

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Der beste Aussichtsberg weit und breit ist der ehemalige Müllberg bei Gersthofen.
Foto: Marcus Merk

Der Müllberg in Gersthofen „Monte Scherbelino“ wird er liebevoll genannt. Der Scherben-Berg östlich von Gersthofen besteht allerdings nicht aus Keramikresten, sondern aus Müll. Von oben bietet sich Besuchern ein herrliches Panorama. Der Zugang ist an zwei Stellen über Drehkreuze kostenlos möglich: Zum einen über die Lechseite, etwas südlich des Europaweihers. Zum anderen gelangen Besucher über die Seite Firnhaberau, am Ende des Jagdwegs, auf das Areal. Achtung: Geöffnet ist das Gelände nur bis 20 Uhr.

Zu Fuß oder mit dem Rad auf die Anhöhe bei Oberschönenfeld

Die Anhöhe bei Margertshausen ist ein sehr guter Aussichtspunkt und lässt sich leicht von Oberschönenfeld aus erreichen.

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Die Anhöhe bei Margertshausen ist ein sehr guter Aussichtspunkt und lässt sich leicht von Oberschönenfeld aus erreichen.
Foto: Marcus Merk

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Die Anhöhe bei Margertshausen ist ein sehr guter Aussichtspunkt und lässt sich leicht von Oberschönenfeld aus erreichen.
Foto: Marcus Merk

Anhöhe zwischen Margertshausen und Oberschönenfeld Wer eine kleine Wanderung oder eine Tour mit dem Fahrrad zum Himmelsspektakel unternehmen will: In Oberschönenfeld lässt sich der besondere Abend im Biergarten beginnen. Anschließend geht es in Richtung Westen – nahe der Kreuzkapelle führt der Weg leicht bergauf. Oben angekommen, geht es links auf der Anhöhe in Richtung Margertshausen zum Feldkreuz, das von zwei Linden flankiert wird. Dort gibt es Sitzgelegenheiten und einen Panoramablick in Richtung der untergehenden Sonne.

Die Sonnenfinsternis beobachten: So geht‘s

Wer ungeschützt in die Sonne schaut, riskiert schwere Augenschäden. Gewöhnliche Sonnenbrillen reichen dafür nicht aus Am sichersten lässt sich die Sonnenfinsternis mit speziellen Sonnenfinsternisbrillen – auch Sonnensichtbrillen genannt – beobachten.
Wer keine Brille kaufen möchte oder keine mehr bekommt: Das Ereignis lässt sich auch indirekt beobachten. Eine einfache Möglichkeit dafür ist eine selbst gebastelte Lochkamera – eine sogenannte camera obscura. Dazu braucht man einen Karton und ein Stück Transparentpapier. Die Lochkamera projiziert ein kleines Bild der Sonne – und zeigt so auch die vom Mond verdeckte Sonnenscheibe, ohne dass man direkt in die Sonne blickt. Ein Anleitung mit Video gibt es zum Beispiel auf der Internetseite des Bundesamtes für Strahlenschutz.
Wer die Sonnenfinsternis mit dem Smartphone oder einer Kamera festhalten will, muss ebenfalls aufpassen. Die Sonne darf nicht ungeschützt ins Objektiv oder auf den Kamerasensor treffen. Die starke Strahlung kann den Chip schädigen. Im Handel gibt es extra Filter für Smartphones und Kameras. Auch für Teleskope sollten nur geprüfte Filter zur Sonnenbeobachtung verwendet werden.

Wer die Sonnenfinsternis verpasst, muss bis 2081 warten, bis er Vergleichbares wieder sehen kann. Traurig sein muss trotzdem niemand, denn in der Nacht gibt es noch ein weiteres Himmelsschauspiel: In der Dunkelheit erreicht der Perseiden-Meteorstrom seinen Höhepunkt. Jeder hat gute Chancen, Sternschnuppen zu sehen.