Vor wenigen Tagen kam die Genehmigung: Jetzt kann die neue Momento-Schule im Augsburger Stadtteil Oberhausen nach den Sommerferien an den Start gehen. Die Augsburger Lehmbaugruppe wird die Grundschule betreiben. In der Mindelheimer Straße finden in den kommenden Wochen noch letzte Arbeiten statt, damit der Unterricht dann wie geplant stattfinden kann. Einige Plätze sind noch frei – und es gibt noch größere Pläne.

Die Schule wird sich auf die Montessori-Pädagogik stützen – ein Konzept, bei dem Selbstständigkeit und freie Arbeit im Mittelpunkt stehen. Aktuell sind noch Bodenleger in den Räumen der neuen Schule zugange. Wenn sie fertig sind, können die Möbel angeliefert werden, berichtet Schulleiterin Stephanie Hausladen. Die Wände im „Marktplatzbereich“ wurden bereits gestrichen. Es ist der Ort in der Schule, der künftig für vollkommen verschiedene Bedürfnisse genutzt werden kann. „Dort wird das Mittagessen eingenommen, es gibt Lerninseln und ein Podest, das für Veranstaltungen genutzt werden kann“, erklärt sie. Von dort aus geht es in die Klassenzimmer. Vorerst startet die Schule mit der Jahrgangskombination eins und zwei.

Pläne der Lehmbaugruppe sehen in Augsburg auch eine Mittelschule und Fachoberschule vor

Die Pläne gehen aber weit über eine Grundschule hinaus. Langfristig will die Lehmbaugruppe dort eine Mittelschule gründen – die Planungen sehen auch eine Fachoberschule vor. Die Lehmbaugruppe ist ein Sozialunternehmen mit rund 850 Beschäftigten, das in ganz Bayerisch-Schwaben aktiv ist. Im Allgäu ist Lehmbau bereits als Schulträger aktiv. In den Montessori-Einrichtungen in Kempten und Füssen können Kinder und Jugendliche von der Grundschule bis zur Fachoberschule unterrichtet werden.

Jetzt wird der Außenbereich der neuen Momento-Schule in Augsburg zum Pausenhof umgestaltet

Die Schule wird in einem Teil des Berufsbildungszentrums Augsburg & Schwaben (BBZ) eingerichtet, das die Lehmbaugruppe betreibt. Ein Teil des Außenbereichs wird gerade zu einem Pausenhof umgestaltet. Der Zaun wird gerade angebracht, ein Klettergerüst und eine Schaukel aufgestellt.

Schulleiterin Stephanie Hausladen hat in den vergangenen Monaten viel organisiert und auf den Weg gebracht, damit es nach den Sommerferien losgehen kann. „Ich war im Austausch mit der Regierung von Schwaben und verschiedenen städtischen Ämtern, schließlich muss auch der Zugang zu Turnhallen, Sportaußenflächen und einer Schwimmhalle vorhanden sein.“ Sie führte Gespräche mit Eltern und den künftigen Schülern. „Sie stammen aus Augsburg, Gersthofen, Stadtbergen und bis aus Langweid“, sagt sie.

Die erste Klasse werde mit zehn Kindern starten. Da seien dort auch alle Plätze besetzt. Für die zweite Klasse hätten sich bereits 18 Kinder angemeldet. Hausladen: „Da sind noch ein paar Plätze frei.“