Der ehemalige Jugendspieler des SV Darmstadt 98 (U15 bis U19) hätte sich dennoch gerne ein Tor für den kommenden Sonntag aufgehoben, sagt er schmunzelnd. Denn dann geht es gegen Ex-Verein SG Langstadt/Babenhausen. „Das ist für mich auch ein besonderes Spiel“, gibt Postall zu. „Gegen den alten Verein zu treffen, ist natürlich etwas Besonderes“, hofft er auf einen weiteren Treffer gegen die alten Kollegen. „Da wäre ich sehr froh.“

Schon in den vergangenen Jahren habe eine Rückkehr zum SV Münster im Raum gestanden. Von 2015 bis 2022 ging Postall für die Münsteraner auf Torejagd. Von der Kreisoberliga ging es bis rauf in die Verbandsliga. Auch dank Postalls Toren. 18 Treffer gelangen ihm in seiner letzten Verbandsliga-Saison in Münster, ehe er über Nieder-Roden bei der Spielgemeinschaft aus Langstadt und Babenhausen landete. Nun also die Rückkehr zum Sportverein 1919. „Seit ich weggegangen bin, war ich mit vielen aus der Mannschaft im Kontakt. Sie sind Freunde geworden und wir machen privat viel zusammen“, erklärt er die Gründe für die Rückkehr nach Münster.

„Jetzt war ein guter Zeitpunkt, da auch viele Freunde, die ich in Langstadt gewonnen habe, weggegangen sind“, sagt Postall und betont, dass ihm das Familiäre in einem Klub wichtig sei. Auch Trainer Naser Selmanaj habe dabei eine große Bedeutung. „Naser ist schon ewig im Verein, er hat eine wichtige Rolle“, sagt Postall, der einst bei der KSG Georgenhausen mit dem Fußballspielen angefangen hat. Die Arbeit als Trainer sei nicht einfach – neben Kondition, Technik und Taktik spiele für Postall der Spaß eine große Rolle. „Letztlich machen wir das alles aus Spaß. Wir gehen unserem Hobby nach.“ Hier finde Trainer Selmanaj eine gute Mischung.

5:0 als Stimmungsaufheller beim SV Münster

Übermütig wird in Münster trotz des 5:0-Auftaktsiegs keiner. „Nach der Vorbereitung, wo wir einige Niederlagen eingesteckt haben, war die Stimmung nicht ganz so gut, daher war es gut, dass wir mit einem Sieg gestartet sind.“ Auch Postall nimmt das Wort Aufstieg nicht in den Mund. „Wir haben uns keine Ziele gesetzt. Wir schauen von Spiel zu Spiel.“ Und doch sei es als Sportler eben aufregender, wenn es um etwas geht. „Unser Ziel ist schon, nicht ab Mitte der Saison um die Goldene Ananas zu spielen“, so der Angreifer. Postalls Tore könnten dafür sorgen.