Eine lange Pause. Ganz ohne Fußball. Hat auch mal gutgetan nach dieser nerventötenden Saison. Die Fußball-WM hatte ja mit Fußball eher weniger zu tun. Und meine persönlichen Aufreger waren eher die zunächst lange währende Trainersuche, der Abgang von Mael Corboz nach Grenoble und die „angepassten“ (für mich das Unwort des Jahrhunderts) Preise, die der DSC für bestimmte Tribünen-Bereiche aufruft.
Nur als ganz fürchterliches Beispiel sind hier die Blöcke M1 und M2 zu nennen. Kostete eine Dauerkarte dort in der letzten Drittligasaison 180 Euro, wurden in der letzten Serie 330 Euro und jetzt 530 Euro fällig. Das schaffen nicht mal unsere Mineralölgesellschaften oder Goldhändler. Da bin ich schon froh, dass meine Stehplatz-Dauerkarte fast preisstabil blieb. Aber der Reihe nach.
Mehr als 2.000 Fans begleiteten Arminia Bielefeld zum Auswärtsspiel beim Karlsruher SC.
| © IMAGO/Eibner
×
Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail zur Bestätigung Ihrer Anmeldung.
Erst danach ist diese abgeschlossen.
Bitte prüfen Sie auch den Spam-Ordner.
×
Sie haben bisher Ihre E-Mail-Adresse noch nicht bestätigt.
Erst danach ist diese abgeschlossen.
Bitte prüfen Sie auch den Spam-Ordner.
×
Es ist einen Fehler aufgetreten
Bei Fragen hilft unser Newsletter-Support
Newsletter
DSC Arminia Bielefeld
Wöchentlich alle News rund um Arminia Bielefeld.
Jetzt anmelden
Kirch ist nicht die B- oder C-Lösung
Die Saison war noch Wochen hin, da forderten schon viele Neuverpflichtungen, da der Kader als zu schwach eingestuft wurde. Dass Arminia quasi gerade eben erst Gelder für Transfers aus der Vergangenheit abgegolten hat, scheint entweder vielen egal oder nicht bekannt zu sein. In den zwei Jahren Bundesliga und zuvor wurden diverse Spieler verpflichtet, die höhere Ablösen kosteten, welche teils wohl noch bis Ende der Saison 24/25 abbezahlt werden mussten.
Bis zu diesem oder vorherigen Zeitpunkten musste Arminia wohl teils noch Gelder für Spieler (Krüger? Hack? Bello? Ince? Ramos? Andrade? Lasme? Okugawa? Wimmer?) abgeben. Einige davon hatten nach dem Abstieg in Liga 3 keinen gültigen Vertrag mehr und konnten so ohne Ablösesumme dem Klub nicht mal teilweise die Raten, die noch zu zahlen waren, aufwiegen. Zu weiteren Spekulationen über das Finanzgebaren vor Michael Mutzel und Christoph Wortmann wage ich mich hier nicht weiter vor.
Der Bielefelder Jannik Rochelt (l.) und der Karlsruher Moritz Broschinski kämpfen um den Ball.
| © Uli Deck/dpa
In allen Mannschaftsteilen ein wenig zu zaghaft
Wenigstens einen seiner beiden Lattentreffer hätte Jannik Rochelt zu einem Tor veredeln dürfen. Ansonsten ist er mir aber nicht so aufgefallen, außer an den vielen verlorenen Zweikämpfen vielleicht. Monju Thaddäus Momuluh war zuletzt auch deutlich agiler und zwingender in seinen Aktionen. Was Jonas Kersken vor dem zweiten Gegentreffer machen wollte, bleibt wohl sein Geheimnis. Und wahrscheinlich könnten hier fast alle weiteren Spieler aufgezählt werden.
Noten für Arminia Bielefeld: Trotz 1:2-Niederlage überrascht Rochelt als Aktivposten der Offensive
Unterm Strich war das einfach in allen Mannschaftsteilen ein wenig zu zaghaft, zu wenig und zu brav. Sollte der KSC seine nächsten acht Spiele gewinnen, können wir uns diese Auftaktniederlage ja noch etwas schönreden. Aber der Druck zum Gewinnen ist nächsten Sonntag gegen Cottbus natürlich schon sehr hoch. Und da Arminia nun einmal Arminia ist, bleibt alles möglich. Abstieg, aber Pokalsieg. Aufstieg, aber Insolvenz. Oder vielleicht Platz 9 mit ausgeglichenem Torverhältnis und 45 Punkten, was ebenso ausgeglichen wäre. Und das ist doch wundervoll.
Das Schicksal, Anhänger dieses Klubs zu sein, entbehrt niemals gewisser Überraschungen. Es ist zu Ostern nie klar, dass es zur Meisterschaft reicht oder zum Abstieg. Siehe vor einigen Wochen, als wir in Minute 48 am letzten Spieltag auf einem direkten Abstiegsplatz standen. Um dann in der Resthalbzeit mal eben sechs Tore zu erzielen.
Beim ersten Heimspiel ist alles möglich
Beim ersten Heimspiel ist alles möglich, von 6:0 über 4:4 bis 0:5. Aber natürlich hoffe ich auf ein irgendwie ins gegnerische Tor gemogelte Tor, welches uns drei Punkte und etwas Ruhe vor dem dritten Spiel bringen könnte. Eine Prognose für diese Saison verkneife ich mir mal, denn mein Tipp für einen achten Platz vom letzten Jahr war dann doch ziemlich schlecht.
Genauso wie der Fernsehempfang bei meinem diesmaligen Gastgeber. In der ersten Halbzeit blieb das Bild mehrfach hängen. Und zwar fast immer dann, wenn ein Spieler mit dem Ball in den Strafraum eindrang. Technische Nachjustierungen durch einen Umweg mittels eines Zusatzgerätes in der Pause blieben nahezu erfolglos. Und passten damit zum Ergebnis. Karlsruhe war, mal wieder, nicht unbedingt eine Reise wert. Mögen die Cottbusser das nächsten Sonntag bei uns auch so empfinden.
Euer Armine von der Süd!

