Rhein Fire hat in der AFLE bei Berlin Thunder den erwarteten Auswärtssieg eingefahren: 49:28 hieß es am Ende. Die Playoffs sind damit endgültig gesichert. Weil gleichzeitig die London Warriors jedoch die Paris Lights schlugen, ist das Heimspiel theoretisch noch nicht ganz fix – aber realistisch betrachtet eigentlich auch schon.
786 Fans hatten sich in der Hitze von Berlin im Cantianstadion eingefunden – schriebt die AFLE auf ihrer Seite. Der Stadionsprecher verkündete später 400. Von den mobilen Tribünen war derweil keine Sicht mehr, weshalb das Spiel vom Setting her ungefähr durchschnittliches Fußball-Oberliga-Niveau hatte. Die Stimmung war trotzdem positiv und gut, auch wenn man von den schattigen Zuschauerplätzen hinter der Fire-Teamzone sicher nicht immer alles sehen konnte.
Auf dem Platz ging es optimal los für die Gäste: Nazir Streater trug den ersten Kickoff direkt bis kurz vor die Endzone der Berliner, Jonathan Scott vollendete per Rushing-Touchdown. Der Panamaer ließ im Verlaufe der ersten Hälfte noch zwei weitere folgen. Dazu fing Kaylon Geiger zwei Touchdown-Pässe von Quarterback Kenji Bahar. Nach einem 65-Yards-Touchdown von Berlins Jon Cole stand es zur Pause 35:7, Sebastian van Santen schoss kurz vor der Halbzeit noch ein Field Goal aus 59 Yards etwas zu kurz.
Für Fire war es zunächst ein Spaziergang, sodass früh zu den Tricks gegriffen wurde: Geiger und Bahar tauschten die Rollen, indem der Wide Receiver einen Pass auf den Quarterback warf. Der kam auch an, Bahar aber wurde kurz vor der Endzone gestoppt. Auf der anderen Seite ließ Fires Defense abgesehen von dem Big Play zum Touchdown in Hälfte eins rein gar nichts zu. Anteil daran hatte auch Zugang Clayton Isbell, der ein fantastisches Debüt hatte und ein starkes Play nach dem anderen zeigte.
Drei Interceptions im dritten Viertel
Hälfte zwei begann wieder optimal: Linebacker Felix Födinger fing direkt eine Interception und Running Back TJ Alexander fing daraufhin einen Touchdown-Pass zum 42:7. Danach gelang Berlin aber noch ein Big Play: Diesmal blieb Running Back Tomiwa Oyewo bei einem Screen irgendwie auf den Beinen und lief 68 Yards in die Endzone. Danach wurden im dritten Viertel nur noch Interceptions ausgetauscht: Bahar warf eine in der Endzone und Max Richter fing eine zweite für Fire. Dabei handelte er sich aber auch 15 Yards Strafe wegen Tauntings ein. Aus diesem Ballgewinn machte Fire die nächsten Punkte: Giacomo de Pauli lief Anfang des Schlussviertels in die Endzone.
Berlin hatte trotzdem noch nicht genug und wollte unbedingt noch punkten, was mit einem Pass von Quarterback Jakeb Sullivan auf Bais Kouanda mit anschließender Two-Point-Conversion zum 22:49 auch gelang. Nach einem Punt von Fire gelang Jon Cole ein weiterer spektakulärer Touchdown, bei dem er die Defense ganz schön Alt aussehen ließ. Mehr als Ergebniskosmetik war es aber nicht mehr.