Newsblog zum Krieg in Nahost
Iran tauscht obersten Sicherheitsberater aus
Aktualisiert am 09.08.2026 – 19:51 UhrLesedauer: 15 Min.
Mohsen Resai, ehemaliger Kommandeur der Revolutionsgarden, gibt während in einem Wahllokal seinen Stimmzettel ab. (Quelle: Vahid Salemi)
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Das iranische Regime wechselt sein Personal durch. Israel widersetzt sich Trumps Plan für den Gazastreifen. Alle Entwicklungen im Newsblog.
Iran tauscht obersten Sicherheitsberater aus
Der ehemalige Kommandeur der mächtigen iranischen Revolutionsgarden (IRGC), Mohsen Resai, ist neuer Vorsitzender des iranischen Nationalen Sicherheitsrates. Der oberste Führer Modschtaba Chamenei habe ihn an die Spitze des mächtigen Gremiums berufen, teilten iranische Medien übereinstimmend mit. Chamenei schrieb dies auch selbst auf X.
Mit Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar waren durch amerikanisch-israelische Luftangriffe viele zentrale Personen der iranischen Führung getötet worden. Dass nun der bisherige Vorsitzende des Sicherheitsrates, der eher unbekannte Brigadegeneral Mohammed Bagher Solghadr, durch Resai ersetzt wird, könnte auf eine weitere Festigung des Einflusses der IRGC auf die Regierung hindeuten.
Generalmajor Resai gilt als eine der dienstältesten Figuren des iranischen Machtapparats: Bereits zu Zeiten des Schahs war er Teil einer Organisation, die mitunter gewaltsam den Boden für die islamische Revolution 1979 bereitete. Als 27-Jähriger wurde er während des Iran-Irak-Kriegs Kommandeur der iranischen Revolutionsgarden. In den vergangenen Jahren widmete er sich der Politik. Er gilt als einflussreiche Figur in Sicherheitskreisen. Die argentinische Staatsanwaltschaft benannte Resai als einen der Hintermänner eines schweren Bombenanschlags auf eine jüdische Gemeinde in Buenos Aires 1994.
Kein Waffenstillstand für Gaza: Netanjahu lehnt Trumps 15-Punkte Plan ab
Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat dem 15-Punkte-Plan von US-Präsident Donald Trump für den Gazastreifen eine Absage erteilt. Zugleich machte er am Sonntag einen Rückzug aus dem Gebiet von der vollständigen Entwaffnung der radikal-islamischen Palästinenserbewegung Hamas abhängig. Solange er Ministerpräsident sei, werde es zudem keinen Palästinenserstaat im Gazastreifen oder im Westjordanland geben. Einige Ideen aus dem Plan der US-Regierung seien annehmbar, andere nicht.
US-Präsident Trump hatte im vergangenen Monat einen Durchbruch bei seinem Plan zur Beendigung des Krieges verkündet. Die Grundlage dafür war ein Waffenstillstand, auf den sich Israel und die Hamas bereits im vergangenen Jahr verständigt hatten. Israel hat jedoch seit der Vereinbarung des Waffenstillstands im Oktober weiterhin Luftangriffe gegen Ziele im Gazastreifen ausgeführt. Trump hatte erklärt, die Hamas habe einer Entwaffnung zugestimmt.
Iran erteilt direkten Gesprächen mit den USA eine Absage
Der Iran führt nach den Worten von Außenminister Abbas Araghtschi keine direkten Gespräche mit den USA. Man werde keine Verhandlungen aufnehmen, solange Washington gegen ein im Juni unterzeichnetes Übergangsabkommen verstoße, sagte Araghtschi am Sonntag laut der Nachrichtenagentur Mehr. Die Gespräche zwischen beiden Seiten liefen jedoch über Vermittler weiter.

