Bielefeld. Es dauert keine 100 Tage mehr, dann klopfen die Männer des belgischen Familienunternehmens „Het Spiegelpalais“ wieder ihre armdicken Heringe in den Boden des Ravensberger Parks und errichten zwei Tage lang das Bielefelder Spiegelzelt. Zum fünften Mal in Folge, da kann man schon von Tradition sprechen, von einem Aushängeschild für die kulturelle Vielfalt am Teuto.
Sind dann die flämischen 30-Tonner ausgeladen, stehen dann die Eichenholzwände, sind die bunten Bleiglasfenster eingebaut, die Tische und Stühle in den 18, kreisrund angeordneten Nischen an ihrem Platz, die fünf Meter lange Bar an Ort und Stelle, ist alles installiert, verkabelt und verstöpselt, sind die unzähligen Glühbirnen eingeschraubt und hat man auch die Blumenvasen auf den Tischen nicht vergessen, dann strahlt diese 102 Jahre alte historische Spielstätte den ganzen Spätherbst bis nach Weihnachten.
Strahlen des Glücks
Das Spiegelzelt leuchtet von innen, strahlt Wärme und sanftes Licht aus. Ein kultureller Leuchtturm rund um die Adventszeit, der weit über die Stadtgrenzen Bielefelds hinweg strahlt. Diese Wärme und das Licht kann man gut gebrauchen, wenn es draußen kalt und dunkel ist.
Auch hinter den Kulissen der Programmverantwortlichen von Stratmann Event wird noch kräftig gewerkelt und geschraubt, einige Highlights sind terminlich aber schon eingepflockt, der Vorverkauf für Tickets hat für einige Veranstaltungen bereits begonnen in der Geschäftsstelle der Neuen Westfälischen in der Niedernstraße und online unter www.nw.de/events.de.
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Feuchtfröhlicher Frauenabend
Bereits verfügbar sind Karten für „Weiber 3.0 – ein heißer Mädelsabend“, Premiere ist am Mittwoch, 4. November, um 19.30 Uhr. Die leicht verpeilten Girlies Anke, Bärbel und Claudia haben ihr neues – das mittlerweile dritte – unfreiwilliges Abenteuerland gefunden in einem ranzigen Rasthaus, wo sie die Korken knallen lassen wollen. Da bleibt kein Auge trocken bei den insgesamt neun Aufführungen bis Sonntag, 15. November. Dem chaotisch-witzigen Lustspiel können die Gäste im Zeltrund ab 36,95 Euro beiwohnen. „Weiber 3.0“ bezieht sich – auch wenn man es vermuten könnte – nicht auf den Promillewert der Damen.
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Das „Impro-Krimi-Dinner“ mit dem Theater Phönixallee am Freitag, 20. November, ab 19.15 Uhr, ist schon ziemlich voll, kein Wunder: Theater zum Anfassen, Mitraten und Mitfiebern. Serviert mit feiner Kost und noch feinerem Humor. Das geschmackvolle 3-Gänge-Menü richten die Köche des Restaurants Scarabaé an, das gleich gegenüber an der Bleichstraße liegt.
Auf der Krimi-Karte stehen orientalische rote Linsensuppe mit einem Hauch von frischer Minze, geschmorter Rinderbraten mit Rosmarinkartoffeln und sündigem Portweinjus (Kürbis-Kichererbsen-Curry mit Zuckerschoten und duftem Basmati-Reis als vegetarische Alternative) und fruchtiges Apfelkompott, cremiger Vanillepudding mit knusprigem Keks-Crumble als Dessert. Die wenigen Tickets sind ab 96,95 Euro zu haben.
Eine „schöne Bescherung“ kurz vor Heilig Abend
Ebenfalls nur noch Restkarten ab 47,95 Euro gibt es für das Gastspiel von Ross Antony und Paul Reeves am Montag, 14. Dezember. Na, das kann ja eine schöne Beschwerung werden kurz vor Heiligabend, auch deshalb, weil das Publikum angehalten ist, mit kreativen Klamotten, verrücktem Fummel oder festlichem Gewand über den roten Teppich vor dem Zelt ebendort hinein zu schreiten. Witzbold Ross und Opernsänger Paul erledigen den Rest.
Auch die Candle Night „Von ABBA bis Queen – Pop Hits im romantischen Kerzenschein“ am Sonntag, 22. November, ab 18.30 Uhr ist sicher auch eine geeignete Gelegenheit, sich optisch ein wenig aufzubrezeln, eine Woche vor dem 1. Advent. Das „Quartetto de 16 corde“ zeigt vielleicht mit seinen Streichern (zwei Violinen, Viola, Cello), dass „We will rock you“ auch besinnlich geht. Tickets sind ab 31,85 Euro zu bekommen.
Zum Thema: Bielefelder Spiegelzelt begeistert mit Konzert im Kerzenschein
Weniger besinnlich wird es nach Weihnachten am Sonntag, 27. Dezember, ab 17.30 Uhr, wenn DJ Steven Murphy mit seiner extrem tanzbaren Musik das Zelt ins Wackeln bringt. Dann werden auch die, dann störenden Stühle und Tische samt Blumenvasen weggeräumt. Ein Stehplatz, besser Tanzplatz, kostet 18,02 Euro (alle Preisangaben zzgl. Gebühr).
Anmutende Artistik beim Programm des WOW-Varietés
| © WOW
Am kommenden Donnerstag, 6. August, startet der Vorverkauf für das WOW-Varieté. Zwischen dem 25. November und Nikolaus wird es ein Dutzend Vorstellungen geben, an den Wochenenden auch nachmittags (samstags um 14 Uhr, sonntags um 17 Uhr). Die Abendvorstellungen mittwochs bis samstags beginnen jeweils um 19.30 Uhr. Für das WOW-Varieté kann ein 3-Gänge-Menü für 42 Euro dazugebucht werden. Conferencier des Varieté wird übrigens der bekannte Moderator Archie Clapp. Er führt das Publikum durch das Programm – eine Mischung aus Artistik, Comedy und Zauberei.
Neu im Spiegelzelt: Am 11.11. sind die Narren los
Auch in diesem Jahr werden im Spiegelzelt wieder schwarz-weiß-blaue Fahnen wehen. Drei Arminen-Abende werden derzeit vorbereitet: der traditionelle „Legenden-Abend“, ein Abend anlässlich des 100. Geburtstages der Alm und die Quiz-Show „Schwarz-weiß-schlau“. Tickets gibt es ab dem 8. September.
Auch etwas Neues haben sich die kreativen Köpfe von Stratmann Event einfallen lassen, der Termin steht schon fest: 11. November, Beginn wahrscheinlich um 11.11 Uhr. Es ist nicht schwer zu erraten, die Narren sind dann los, Pappnasen-Invasion im Ravensberger Park. Und wenn dann allmählich die besinnliche Zeit beginnt, dann kann das Spiegelzelt auch für Firmen- und Weihnachtsfeiern gebucht werden. Anfragen und Infos an Franziska Peitzmeier telefonisch unter (0521) 5 60 50 23 oder per E-Mail: fp@stratmann-event.de
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