Für den Landesligisten Viktoria Goch ist die Reise im Fußball-Niederrheinpokal bereits nach der ersten Runde beendet. Das Team von Kevin Wolze musste sich zum Pflichtspiel-Auftakt beim Bezirksligisten FSV Duisburg mit 3:4 (2:4) geschlagen geben – nach einem krassen Fehlstart.

„Wir haben das Spiel eigentlich weitestgehend kontrolliert. Gegen den Ball haben wir uns leider sehr schlecht angestellt und die Verantwortung dem nächsten übergeben“, sagte Wolze nach dem Abpfiff. Die Gastgeber wussten diese Nachlässigkeiten zu nutzen und erspielten sich früh einen Drei-Tore Vorsprung.

Viktoria Goch verschläft den Start und liegt beim FSV Duisburg früh 0:3 zurück

Nach zehn Minuten ging der FSV Duisburg durch ein Eigentor von Gochs Jonathan Brilski in Führung. In der 17. Minute erhöhte Halil Bulut auf 2:0. Enes Bilgin ließ kurz darauf den dritten Treffer (21.) folgen. „Wir haben es dem Gegner in dieser Phase einfach viel zu einfach gemacht. So kannst du gegen niemanden bestehen. Folgerichtig stand es 0:3“, sagte Kevin Wolze.

Zwei Treffer von Henry Heynen halten Viktoria Goch im Niederrheinpokal im Spiel

Die Freude über Henry Heynens Treffer zum zwischenzeitlichen 1:3 (28.) währte nur kurz, denn fünf Minuten später stellte Duisburgs Ibrahim Kücükarslan bei einem Standard den alten Abstand wieder her. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte war es erneut Heynen, der die Gocher mit seinem zweiten Treffer im Spiel hielt.

Viktoria Goch verpasst das Comeback und scheidet mit 3:4 aus

In der zweiten Halbzeit schien sich dann tatsächlich ein überraschendes Gocher Comeback anzubahnen. Luca Plum erzielte in der 64. Minute den Anschlusstreffer zum 3:4. In der Schlussphase agierten die Gastgeber nach einer Gelb-Roten Karte gegen Eren Güner in Unterzahl. Der Ausgleichstreffer lag am Ende trotzdem nicht mehr in der Luft.

Statement des Trainers: Das sagt Kevin Wolze zur Niederlage

„Hinten raus waren wir nicht zwingend genug und haben zu viele falsche Entscheidungen getroffen. Am Ende des Tages haben wir es auch nicht verdient, eine Runde weiterzukommen“, sagte Kevin Wolze, nicht ohne auch ein paar mahnende Worte an seine Mannschaft auszusprechen. „Ich hoffe, dass spätestens jetzt jeder verstanden hat, dass wir wieder die Basics auf den Platz bringen müssen. Es reicht nicht, schönen Fußball zu spielen. Oberst Priorität hat die Arbeit gegen den Ball, dann kommt alles andere. Das gehen wir jetzt in der Trainingswoche an“, so Wolze.

Viel Zeit, die Enttäuschung zu verdauen, bleibt ohnehin nicht. Bereits am Freitag, 19.30 Uhr, startet die Viktoria beim Aufsteiger Rheinland Hamborn in die Landesliga-Saison.

Viktoria Goch: Varzandeh – Derksen, Hitzek, Plum (90.+2 Sander), Heynen (84. Alt), Koenen (46. Kürkciyan), Beeker (67. Zaß), El Moumen, Falkhofen (46. Reffeling), Brilski, Palla.