Newsblog zum Krieg in Nahost

Trump: „Wir verhandeln nur so halb“

Aktualisiert am 09.08.2026 – 23:54 UhrLesedauer: 17 Min.

Trump mit Kappe. Mit Iran will er "nur halb verhandeln".Vergrößern des Bildes

Trump mit Kappe. Mit Iran will er „nur halb verhandeln“. (Quelle: Elizabeth Frantz/Reuters)

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Das iranische Regime will Fotos des obersten Füjhrers veröffentlichen. Israel widersetzt sich Trumps Plan für Gaza. Alle Entwicklungen im Newsblog.

Trump verzichtet offenbar vorerst auf Angriffe auf Iran

Donald Trump will auf weitere Angriffe auf den Iran offenbar vorerst verzichten und stattdessen auf wirtschaftlichen Druck setzen. „Wir halten uns zurück“, sagte Trump dem Nachrichtenportal „Axios“ am Sonntag in einem kurzen Telefoninterview. „Wir verhandeln nur so halb mit ihnen“, fügte der US-Präsident hinzu. Die US-Regierung warte ab und beobachte den Iran, der eine „enorme Inflation“ und „kein Geld“ habe.

Trump hatte erst vor gut einer Woche neue massive Angriffe auf den Iran angedroht, diese dann aber wieder ausgesetzt, weil es „Umrisse einer Vereinbarung“ zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus gebe. Zuletzt hatte der Iran aber wieder harte Bedingungen für eine Öffnung der für den weltweiten Erdöl- und Erdgashandel wichtigen Meerenge gestellt. Die iranischen Revolutionsgarden bekräftigten am Sonntag, die Straße von Hormus werde so lange blockiert bleiben, „bis der Feind alle unsere Bedingungen erfüllt“.

Nachdem Außenminister Abbas Araghtschi am Samstag unter anderem „Entschädigungen“ von den USA gefordert hatte, legte der Nationale Sicherheitsrats des Iran eine ganze Liste an Bedingungen für ein Ende der Blockade vor: Er forderte unter anderem ein Ende des „Krieges und der Aggression gegen den Iran und seine Verbündeten im Libanon, in Palästina, im Jemen und im Irak“ sowie eine Aufhebung der von den USA verhängten Blockade iranischer Häfen und der Sanktionen.

Irans Präsident Peseschkian trifft obersten Führer Chamenei

Der iranische Präsident Massud Peseschkian hat sich mit dem neuen obersten Führer des Iran, Modschtaba Chamenei, getroffen. Wie Chameneis Büro am Sonntag mitteilte, sprach die beiden „ausführlich über die Probleme und Herausforderungen des Landes“, einschließlich der „derzeitigen militärischen Lage und der Zukunftsaussichten“. Wann genau das Treffen stattgefunden hat, wurde nicht mitgeteilt. Am Mittwoch hatte Peseschkian die Kommunikation mit Chamenei noch als „momentan sehr schwierig“ bezeichnet.

Peseschkian hatte zuletzt Anfang Mai mitgeteilt, dass er sich mit Chamenei getroffen habe. Er hatte auch damals kein Datum genannt. Chameneis Büro hatte damals gar keine Stellungnahme abgegeben.

Chamenei ist der Nachfolger von Ayatollah Ali Chamenei, der seit 1989 an der Spitze der Islamischen Republik gestanden hatte und am ersten Tag des US-israelischen Krieges gegen den Iran am 28. Februar getötet worden war. Sein Sohn Modschtaba Chamenei, der seine Nachfolge antrat, ist seitdem nie öffentlich aufgetreten. Am Sonntag kündigte ein General der iranischen Revolutionsgarden die Veröffentlichung von Fotos an, die Chamenei in der Öffentlichkeit und bei Treffen zeigen sollen. Wie er der Nachrichtenagentur Tasnim sagte, ist dies „künftig“ geplant, einen konkreteren Zeitpunkt nannte er aber nicht.