Bei einem Angriff der Miliz zuvor seien sieben Zivilisten und Militärangehörige getötet und weitere Menschen verletzt worden, teilte die Armee weiter mit. Huthi-Militärsprecher Jahja Sari erklärte auf der Plattform Telegram, der Angriff habe saudi-arabischen Truppen und Waffenlagern in der Stadt gegolten. Mokka liegt nahe der strategisch wichtigen Meerenge Bab al-Mandab, die für die Schifffahrt den Eingang zum Roten Meer bildet.
Saudi-Arabien kämpft gemeinsam mit der international anerkannten Regierung im Jemen seit Jahren gegen die Huthi-Miliz. Diese hatte den Jemen, ein armes Land auf der Arabischen Halbinsel, 2014 förmlich überrannt und in einen Bürgerkrieg gestürzt. 2022 trat in dem Konflikt eine Waffenruhe in Kraft, kleinere Gefechte gab es allerdings weiterhin.
Trump: „Wir verhandeln nur so halb“
Donald Trump will auf weitere Angriffe auf den Iran offenbar vorerst verzichten und stattdessen auf wirtschaftlichen Druck setzen. „Wir halten uns zurück“, sagte Trump dem Nachrichtenportal „Axios“ am Sonntag in einem kurzen Telefoninterview. „Wir verhandeln nur so halb mit ihnen“, fügte der US-Präsident hinzu. Die US-Regierung warte ab und beobachte den Iran, der eine „enorme Inflation“ und „kein Geld“ habe.
Trump hatte erst vor gut einer Woche neue massive Angriffe auf den Iran angedroht, diese dann aber wieder ausgesetzt, weil es „Umrisse einer Vereinbarung“ zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus gebe. Zuletzt hatte der Iran aber wieder harte Bedingungen für eine Öffnung der für den weltweiten Erdöl- und Erdgashandel wichtigen Meerenge gestellt. Die iranischen Revolutionsgarden bekräftigten am Sonntag, die Straße von Hormus werde so lange blockiert bleiben, „bis der Feind alle unsere Bedingungen erfüllt“.
Nachdem Außenminister Abbas Araghtschi am Samstag unter anderem „Entschädigungen“ von den USA gefordert hatte, legte der Nationale Sicherheitsrats des Iran eine ganze Liste an Bedingungen für ein Ende der Blockade vor: Er forderte unter anderem ein Ende des „Krieges und der Aggression gegen den Iran und seine Verbündeten im Libanon, in Palästina, im Jemen und im Irak“ sowie eine Aufhebung der von den USA verhängten Blockade iranischer Häfen und der Sanktionen.
Irans Präsident Peseschkian trifft obersten Führer Chamenei
Der iranische Präsident Massud Peseschkian hat sich mit dem neuen obersten Führer des Iran, Modschtaba Chamenei, getroffen. Wie Chameneis Büro am Sonntag mitteilte, sprach die beiden „ausführlich über die Probleme und Herausforderungen des Landes“, einschließlich der „derzeitigen militärischen Lage und der Zukunftsaussichten“. Wann genau das Treffen stattgefunden hat, wurde nicht mitgeteilt. Am Mittwoch hatte Peseschkian die Kommunikation mit Chamenei noch als „momentan sehr schwierig“ bezeichnet.
Loading…
Loading…
Loading…