Es war die Feuertaufe für den neuen Caterer im Duisburger Wedaustadion. Mehr als 25.000 Fans verfolgten am Samstag die Partie der 3. Liga zwischen dem MSV Duisburg und dem SV Meppen. Während die Sportler auf dem Platz eine überzeugende Vorstellung ablieferten, ist die Performance hinter den Tresen noch ausbaufähig. Zahlreiche Beschwerden fluten die Sozialen Medien und der Tenor ist eindeutig: Da ist noch viel Luft nach oben.
In den vergangenen Jahren schon gab es immer wieder Beschwerden über die Qualität der Speisen und die Organisation an den Verkaufsständen im Duisburger Wedaustadion. Die Stadt reagierte und tauschte in diesem Sommer den Caterer aus. Es sollte alles besser werden, doch davon scheint das Unternehmen noch einen gewaltigen Schritt weit entfernt zu sein. Dass am Anfang noch nicht alles reibungslos funktionieren würde und sich Abläufe erst einspielen müssen, war allen klar. Trotzdem ist die geäußerte Kritik der Fans besorgniserregend.
Als große Neuerung wurde der bargeldlose Verkauf angepriesen. „Mit Bargeld waren die Schlangen deutlich schneller abgearbeitet“, kommentiert ein Fan unter dem Spieltagspost der Zebras. „Das Spiel war super, aber die neue Gastro eine Katastrophe“, ergänzt ein anderer und nennt auch einen Kritikpunkt. Demnach sei die Wartezeit für ein Bier extrem lang gewesen. Hier ist besonders der Standort wichtig zur Einordnung. Besagter Anhänger saß im Block zwei auf der Haupttribüne, wo also per se schon etwas weniger los ist, als an den Ständen in der Fankurve. Nach seinem Eindruck sei das Personal hinter der Theke „überfordert“ gewesen. „Das Catering ist eine große Katastrophe gewesen. Fünf Personen die zusehen, wie die Pommes frittiert werden und in der Zeit nichts tun – Hut ab“, heißt es von einem weiteren Fan.
Ein anderer Zuschauer kritisiert die langen Wartezeiten. Er habe sich in der 37. Spielminute angestellt und wurde erst zu Beginn der zweiten Halbzeit bedient – in Summe ist das fast eine halbe Stunde. Rekordverdächtig war das aber noch nicht. Bis zu 40 Minuten sollen Fans angestanden haben. Warum bei dem Zuschauerandrang nicht alle Bedienkassen geöffnet waren, ist eine zurecht gestellte Frage.
Qualität und hohe Preise ärgern Fans
Während die Preise für Bier und Wurst im Vergleich zu den Vorjahren nicht erhöht wurden, hat der neue Caterer bei anderen Waren jedoch einen sehr hohen Kurs aufgerufen. Der Taxiteller, also eine Portion Pommes, eine Currywurst, etwas Gyros mit Zwiebeln und Tzatziki, waren für 14 Euro zu haben. Bei der Vorstellung des neuen Caterers am Media Day war dafür noch eine große Schale verwendet worden, am Spieltag selbst war die Portion deutlich kleiner und der Preis damit extrem hoch. Auch eine kleine Schale Pommes für vier Euro stieß bei vielen Anhängern sauer auf.
Auch die Qualität der Speisen wurde bemängelt. „Bratwurst eine Katastrophe“, lautete noch eine der gemäßigten Kritiken. Außerdem sei mehrfach das Bezahlsystem ausgefallen, wodurch nichts mehr ging – Bargeld ist ja keine Option mehr. Zudem seien die Speisen häufig kalt serviert worden, die Getränke hingegen warm. Neue Fans hat der Caterer am ersten Spieltag wohl nicht gefunden und bei den zahlreichen Kritikpunkten wird jetzt einiges nachzubessern sein. Umso schwieriger wird es werden, die Duisburger Zuschauer wieder für sich zu gewinnen, denn vor und nach dem Spiel gibt es gute Alternativen im direkten Stadionumfeld. Positiv sei zum Abschluss erwähnt, dass das Personal als freundlich beschrieben wurde.