Ein Steinwurf auf ein fahrendes Auto hat am Samstag (8. August) einen größeren Einsatz der Polizei auf der A59 bei Duisburg ausgelöst. Die Staatsanwaltschaft wertet den Vorfall als versuchten Mord, wie die Behörde nun mitteilt. Noch am selben Tag stellte sich ein 53 Jahre alter Mann bei der Polizei und gab sogar zu, in der Vergangenheit schon öfter Steine auf verschiedene Autobahnen geworfen zu haben. Er sitzt mittlerweile in Untersuchungshaft.
Der Vorfall ereignete sich nach Angaben der Polizei am Samstag gegen 11.50 Uhr auf der A59 Richtung Dinslaken. Ein 60-jähriger Autofahrer war zwischen den Anschlussstellen Duisburg-Süd und Duisburg-Großenbaum unterwegs, als ein Stein auf die Windschutzscheibe seines BMW knallte. Der Mann und seine Beifahrerin blieben unverletzt.
Die Polizei geht davon aus, dass der Stein von einer der drei Brücken zwischen den beiden Anschlussstellen geworfen wurde. Weil die Beamten Spuren sicherten, musste die Autobahn in dem Bereich zeitweise gesperrt werden. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft hat die zuständige Ermittlungsrichterin des Amtsgerichts Duisburg am Sonntag die Untersuchungshaft gegen den 53-Jährigen angeordnet.
Wie die Staatsanwaltschaft mitteilt, soll der Mann wohl auch für ähnlichen Vorfall Ende Juli verantwortlich sein. Damals warf jemand einen Stein von einer Brücke auf einen Mercedes. Die Ermittler prüfen jetzt, ob der Mann auch noch für weitere Taten verantwortlich sein könnte. Sein Motiv ist bislang allerdings noch völlig unklar.
Die Polizei sucht Zeugen, die den Steinwurf am Samstag beobachtet haben oder Angaben zum Tatverdächtigen machen können.
Hinweise nimmt das Kriminalkommissariat 11 unter der Rufnummer 0203 2800 entgegen.