Bielefeld. Wer geplant hatte, in den kommenden Tagen unter freiem Himmel Würstchen, Steaks oder Gemüse zu grillen, muss womöglich noch einmal umplanen: Wegen der anhaltenden Trockenheit sperrt die Stadt Bielefeld ab sofort sämtliche öffentlichen Grillplätze. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) weist für Bielefeld im Waldbrandgefahrenindex die Stufe drei aus – damit besteht eine erhöhte Gefahr für Waldbrände.

Betroffen sind alle elf öffentlichen Grillplätze im Stadtgebiet. Auch am Grillplatz Togdrang an der Osningstraße bleiben die Kohlen kalt. Für ihn gilt aufgrund seiner Lage normalerweise eine Ausnahmegenehmigung, doch angesichts der aktuellen Trockenheit wird auch dieser Platz vom Umweltbetrieb gesperrt. Erst wenn es wieder ergiebig geregnet hat, soll das Verbot aufgehoben werden. Es ist in diesem Sommer nicht das erste Mal, dass die Stadt zu dieser Maßnahme greift. Zuletzt waren die Grillplätze am 24. Juni gesperrt worden, ebenfalls nachdem der Waldbrandgefahrenindex Stufe drei erreicht hatte.

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Dass dies nicht aus Jux und Dollerei geschieht, zeigte sich Mitte Juli gleich mehrfach. Damals musste die Bielefelder Feuerwehr unter anderem zu einem Böschungsbrand an der A2 ausrücken. Auf Höhe der Blitzer am Bielefelder Berg standen rund 25 Quadratmeter Vegetation in Flammen. Wenige Stunden später brannte es auf dem Gelände des ehemaligen Freibads an der Westerfeldstraße in Schildesche. Dort waren schließlich 34 Feuerwehrleute im Einsatz, nachdem auf einer großen Wiese an mehreren Stellen Gras Feuer gefangen hatte.

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Auch Raucher werden in die Pflicht genommen

Die meisten Wald- und Flächenbrände sind dabei keineswegs unvermeidbare Naturereignisse. Nach Angaben der Stadt gehen lediglich rund fünf Prozent auf natürliche Ursachen wie Blitzschläge zurück. Umso wichtiger sei es, mögliche Zündquellen zu vermeiden. Entsprechend werden nicht nur Grillfreunde, sondern auch Raucherinnen und Raucher dringend ersucht, aktuell verstärkt Rücksicht zu nehmen. „Im Wald darf in der Zeit vom 1. März bis 31. Oktober nicht geraucht werden“, stellt Anna Rosenland, Abschnittsleiterin Forsten im Umweltbetrieb der Stadt Bielefeld in aller Deutlichkeit klar. Ohnehin ist offenes Feuer nicht nur direkt im Wald, sondern auch in einem Abstand von 100 Metern zum Waldrand verboten – ebenso auf Spielplätzen und in öffentlichen Grünanlagen.

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Während die Trockenheit in Wald und Flur inzwischen wieder deutlich zu spüren ist, gibt es beim Bielefelder Trinkwasser derzeit zumindest keinen Anlass zur Sorge. Die Trinkwasserampel der Stadtwerke Bielefeld steht aktuell auf „Grün“. Auch das war in diesem Sommer schon anders: Ende Juni war die Ampel auf Gelb gesprungen. Damals lag der Wasserverbrauch über mehrere Tage auf sehr hohem Niveau, die Stadtwerke riefen deshalb dazu auf, unter anderem auf Gartenbewässerung, Autowäsche und das Befüllen von Pools möglichst zu verzichten. Bereits am 1. Juli folgte jedoch vorerst die Entwarnung.

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