
AUDIO: Nachrichten 14:00 Uhr – 10.08.2026 (3 Min)
Stand: 10.08.2026 16:12 Uhr
Nach dem Absturz eines Motorflugzeugs im Kreis Pinneberg am Sonntag ermittelt jetzt die Kriminalpolizei. Auch Mitarbeiter der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung analysieren jetzt die Hintergründe des Absturzes.
Am Flugplatz Uetersen-Heist im Kreis Pinneberg ist am Sonntagmittag ein Kleinflugzeug abgestürzt, der Pilot starb. Wie die Bezirkskriminalinspektion Itzehoe (Kreis Steinburg) mitteilt, handelt es sich dabei einen 42-jährigen Mann aus Elmshorn (Kreis Pinneberg). Die Kriminalpolizei ermittelt zu den Umständen des Flugzeugabsturzes.
Flugzeugabsturz in Heist: Maschine startete in Berlin

Mitarbeiter der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung haben Untersuchungen zum Unfallgeschehen aufgenommen.
Ersten Erkenntnissen der Kriminalpolizei zufolge legte der Pilot am Flugplatz Uetersen/Heist eine Zwischenlandung ein. Gestartet war die Maschine demnach in Berlin. Gegen 13 Uhr hob der 42-Jährige dann am Flugplatz Uetersen/Heist ab, um mit seinem Motorflugzeug nach Dänemark zu fliegen. Wenige Minuten nach dem Start stürzte die Maschine laut Polizei in einem nahegelegenen Waldstück ab.
Absturz-Ursache des Kleinflugzeugs noch unklar
Warum es zu dem Absturz kam, ist jetzt Teil der Polizei-Ermittlungen. Auch Mitarbeiter der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BfU) mit Hauptsitz in Braunschweig in Niedersachsen und insgesamt etwa 60 Feuerwehrleute waren am Unfallort im Einsatz. Wie lange die Untersuchungen des BfU zum Unfallgeschehen dauern, ist laut einem Sprecher noch unklar. Neben dem Piloten waren keine anderen Menschen an Bord des Flugzeugs. Der 42-Jährige Mann ist demnach noch an der Unfallstelle gestorben.
Trümmerteile aus Waldstück geborgen

Kurz nach dem Start stürzte das Flugzeug ab. Aus den Trümmern am Waldrand konnte der Pilot nur noch tot geborgen werden.
Die Polizei teilt außerdem mit, dass in dem Flugzeug ein ballistisches Rettungssystem verbaut war. Mithilfe einer Rakete kann hier im Notfall unter bestimmten Umständen ein Fallschirm ausgelöst werden. Das System hatte bei dem Absturz nicht ausgelöst.
Der Kampfmittelräumdienst des Landeskriminalamtes Schleswig-Holstein sprengte die Rakete daher am Sonntagnachmittag kontrolliert. Danach konnten Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerks die einzelnen Trümmerteile aus dem Waldstück und den Bäumen bergen.

Das Flugzeug galt seit Montagabend als vermisst. Rettungskräfte fanden es in einem Waldstück im Segeberger Staatsforst.

Der Landeanflug endete in Baumkronen. Die Rettungskräfte mussten sich per Hubschrauber an den Absturz-Ort herantasten.

Rettungskräfte fanden das Wrack in einem Waldstück bei Heidmühlen. Bei dem Toten handelt es sich wohl um den 59-jährigen Piloten.