Ein Thermometer zeigt 39°C vor blauem Himmel und Sonnenschein.

Stand: 10.08.2026 18:39 Uhr

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Niedersachsen schlägt eine „Hitzeschutz-Ampel“ für alle Schulen vor. Bei Rot müsse umgehend klimatisiert werden. Wenn nötig, müssten Gebäude umgebaut werden.

von Bertil Starke

Die GEW schlägt eine Hitzeschutz-Ampel mit drei Stufen vor. „Bei Rot muss umgehend klimatisiert werden, bei Gelb ist es nachrangig und bei Grün nicht notwendig“, sagte Stefan Störmer, Landeschef der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) in Niedersachsen. Die Grundlage für diese Stufen soll ein Gebäudekataster bilden: ein Register aller Schulgebäude, das den Handlungsbedarf erfasst.

„Immer mehr Hitzefrei ist keine Lösung“

Das Land soll dieses Register zusammen mit den Kommunen erstellen, heißt es von der GEW. Finanzschwache Kommunen müssten bei der Umsetzung Unterstützung vom Land bekommen. „Langfristig nichts zu tun, ist vermutlich teurer“, so Störmer. Er ergänzt: „Immer mehr Hitzefrei ist keine Lösung“. Der Klimawandel treffe viele Schulen besonders stark, berichtet er. Auf ganzen Etagen sei schon bei 26 Grad nicht mehr an Unterricht zu denken.

Zwei Schüler mit Schulranzen. Darüber die Sonne.

Ob es Hitzefrei gibt, entscheidet jede Schule selbst. Erste Schulen hatten für Donnerstag Hitzefrei angekündigt.

Kinder kühlen sich an einem Wassersprenger ab

Anders als bei Schulen gibt es Hitzefrei in Kitas kaum. Bei hohen Temperaturen müssen sie Schutzmaßnahmen ergreifen.

Junger Grashalm steckt in vertrockneter Erde

Wie steht es um Grundwasserstress und Wassermangel? Welche Auswirkungen hat das und was tun Land und Kommunen dagegen?

Schulter und Rücken mit Sonnenbrand

Wer sich nicht richtig schützt, bekommt im Sommer schnell einen Sonnenbrand. Welche Hausmittel verschaffen Linderung?