Yemisi Mabry

Stand: 10.08.2026 • 21:15 Uhr

Erst die Hochzeit, dann die nächste Medaille: Kugelstoß-Olympiasiegerin Yemisi Mabry hat ihrem Traumjahr das nächste Highlight hinzugefügt. Die 27-Jährige gewann in Birmingham mit 19,50 m wie vor zwei Jahren EM-Bronze und bescherte dem deutschen Team damit einen Start nach Maß in die Titelkämpfe.


Jens Mickler

Allerdings musste Mabry, die noch unter ihrem Mädchennamen Ogunleye Olympiasiegerin in Paris geworden war, etwas zittern, ehe ihr im fünften Versuch ihre beste Weite gelang. „Ich habe mir diese Medaille hart gekämpft. Mit 19,50 m bin ich super zufrieden und erst recht mit Bronze“, sagte eine sehr glückliche Athletin.

Ihr drittes kontinentales Gold in Folge holte Weltmeisterin Jessica Schilder. Ihre 20,73 m waren die größte EM-Weite seit 28 Jahren. Silber ging ebenfalls in die Niederlande. Jorinde van Klinken jubelte über Platz zwei mit 19,64 m und über eine persönliche Bestleistung.

Mabry mit Anlaufschwierigkeiten

Mabry, die mit 19,25 m in der Qualifikation am Morgen die größte Weite vorgelegt hatte, fand etwas schwer in den Wettkampf. So schickte sie im vierten Versuch ein lautes „Neiiiiiin“ ihrem Stoß dem weiten Rund des Alexander Stadiums hinterher, ehe ihr doch noch eine Top-Weite gelang.

Ursprünglich hatte Mabry sich vorgenommen gleich im ersten Versuch „einen rauszuhauen“. Doch da fehlte ihr noch etwas die Explosivität. Beeindruckt von der Konkurrenz war sie aber nicht. „Der Fokus lag bei mir selber. Ich habe jeden Versuch als neue Chance gesehen“, sagte sie am Sportschau-Mikrophon.

EM-Bronze als großer Erfolg

Für Yemisi Mabry ist Bronze einer der größten Erfolge seit dem Sensationsgold bei den Olympischen Spielen in Paris vor zwei Jahren. Damals düpierte sie die Konkurrenz als Außenseiterin vollkommen überraschend. Wenige Monate zuvor hatte die Mannheimerin Bronze bei der EM in Rom gewonnen.

Die neue und alte Europameisterin Jessica Schilder, die mit der Jahresbestweite von 21,09 m in Birmingham angereist war, legte dagegen früh eine feine Serie hin ( 19,81 m, 20,09 m und 20,52 m) und machte klar, dass der Sieg nur über sie gehen würde.

Maisch und Ndubuisi unter den besten Acht

Freuen durften sich auf die zwei weiteren deutschen Starterinnen, die unter die besten Acht kamen. Nina Chioma Ndbuisi strahlte dabei besonders. Katharina Maisch belegte als zweitbeste Deutsche mit 18,39 Metern den siebten Platz, Nina Chioma Ndubuisi wurde bei ihrem ersten großen Finale mit 18,21 Metern Achte.