Die U23 von Fortuna Düsseldorf steht nach dem Zwangsabstieg in der Oberliga Niederrhein besonders im Fokus. Mohammed Berrahou, ein junger Stürmer des MSV Duisburg, könnte dabei zur Überraschung werden.

von André Nückel · Gestern, 23:00 Uhr · 0 Leser

Tankt sich durch: Mohammed Berrahou (Mitte).Tankt sich durch: Mohammed Berrahou (Mitte). – Foto: IMAGO / Funke Foto Services

Die U23 von Fortuna Düsseldorf startet nach dem Zwangsabstieg in der Oberliga Niederrhein neu – und steht direkt unter besonderer Beobachtung. Sportlich gehört die Mannschaft von Jens Langeneke zum Kreis der Titelanwärter. Ein möglicher Aufstieg in die Regionalliga West wäre allerdings nur dann möglich, wenn auch die Profis aus der 3. Liga in die 2. Bundesliga aufsteigen.

Sa., 08.08.2026, 15:00 Uhr

Der Kader am Flinger Broich wurde neu zusammengestellt. Einer der spannenden Zugänge ist Mohammed Berrahou. Der junge Stürmer kam aus der Jugend des MSV Duisburg nach Düsseldorf und absolviert nun sein erstes Seniorenjahr. Am Samstag zeigte er beim 6:0-Testspielsieg gegen die SpVg Frechen 20, warum sich der Blick auf ihn lohnen kann: Berrahou erzielte gleich vier Treffer.

Damit hat sich der Angreifer vor dem Saisonstart klar empfohlen. Für Fortuna II beginnt die Oberliga-Saison am Freitag mit dem Heimspiel gegen den TSV Meerbusch. Nach seinem Viererpack dürfte Berrahou zumindest gute Argumente gesammelt haben, direkt eine Rolle zu spielen.

Beim MSV ausgebildet

Berrahou durchlief zuvor die Nachwuchsabteilung des MSV. In der vergangenen Saison erzielte er zwölf Tore in 23 Einsätzen in der DFB-Nachwuchsliga. Für Duisburg war er damit einer der auffälligsten Offensivspieler. Da der MSV allerdings keine hochklassige U23 oder Reserve-Mannschaft stellt, lag der Schritt in den Seniorenbereich bei einem anderen Klub nahe.

Schon 2024 machte Berrahou auf sich aufmerksam. Nach guten Leistungen im MSV-Trikot wurde er in die deutsche U18-Nationalmannschaft berufen, blieb dort allerdings ohne Einsatz. Der Deutsch-Marokkaner absolvierte zudem ein U-Länderspiel für Marokko. Sein damaliger Trainer Marcus Jahn sagte 2024 in den Vereinsmedien des MSV: „Mo hat zwei Tore geschossen und er war wirklich einer der auffälligsten Spieler vorne drin. Wir freuen uns als NLZ einfach, dass er sich gut präsentiert hat und sein Fleiß belohnt wird.“

Auch bei Fortuna ist die Erwartung an den Angreifer klar erkennbar. Stefan Vollmerhausen, Sportlicher Leiter des Nachwuchsleistungszentrums, erklärte beim Wechsel: „Mit Mohammed gewinnen wir einen sehr gut ausgebildeten Spieler für uns, der in der vergangenen Saison nachhaltig auf sich aufmerksam gemacht hat. Er ist beidfüßig stark, verfügt über einen guten Torabschluss und bringt großes Potenzial mit. Wir freuen uns sehr, dass er sich für einen Wechsel zu uns entschieden hat.“

Eine Chance für die Zukunft? Fr., 14.08.2026, 19:30 Uhr

Für Berrahou geht es nun zunächst darum, in der Oberliga anzukommen. Der Sprung aus der Jugend in den Seniorenfußball ist groß, doch sein Profil passt zu einer Mannschaft, die spielerisch viel Qualität mitbringt und offensiv Lösungen braucht. Sollte der Stürmer in den kommenden Wochen eine ansprechende Quote auflegen, könnte er sich perspektivisch auch für höhere Aufgaben interessant machen.

Ein Gedankenspiel ist erlaubt: Der Profikader der Fortuna wirkt nach der 1:2-Auftaktniederlage beim SV Waldhof Mannheim noch nicht fertig. Sollte Berrahou bei der U23 regelmäßig treffen, könnte sich irgendwann auch die Frage stellen, ob der junge Stürmer eine Chance im Drittliga-Kader erhält.

Für den Moment ist aber erst einmal die Oberliga-Bühne entscheidend. Dort will Fortuna II nach dem Zwangsabstieg sofort ein anderes Gesicht zeigen. Berrahou hat kurz vor dem Start schon einmal angedeutet, dass er dabei ein spannender Faktor werden kann.

>>> Das ist Mohammed Berrahou