Geheimtipp in Franken
Die „schönste Altstadt Deutschlands“ entdecken
Aktualisiert am 11.08.2026 – 06:24 UhrLesedauer: 3 Min.
Die Alstadt von Dinkelsbühl mit dem Grünen Turm im Hintergrund (Archivbild): Sie gilt als eine der schönsten in Deutschland. (Quelle: IMAGO/imageBROKER/Andreas Vitting/imago)
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Wer Pfade abseits des Massentourismus gehen will, sollte in eine kleine fränkische Stadt. Nur 90 Minuten entfernt von Stuttgart lockt sie mit farbenfrohe Fassaden.
Eine Burgmauer, Fachwerk und helle Farben: Die Beschreibung passt zu vielen fränkischen Städten. Eine kleine Stadt im Landkreis Ansbach schlägt sie alle. Dinkelsbühl wurde vom „Focus“-Magazin einmal sogar als „schönste Altstadt Deutschlands“ ausgezeichnet.
Im Vergleich zum nahegelegenen Rothenburg ob der Tauber geht es in Dinkelsbühl spürbar entspannter zu – trotzdem ist die 12.000-Einwohner-Stadt voller historischer Schätze. Wer durch die Gassen streift, stolpert praktisch an jeder Ecke über ein Stück Geschichte.
Das kommt nicht von ungefähr: Schon um 730 nach Christus soll hier ein fränkischer Königshof entstanden sein – an einem strategisch wichtigen Knotenpunkt mehrerer Fernwege. Die Altstadt in ihrer heutigen Form wurde dann vermutlich um 1130 erbaut.
Um 1372 entstand die heutige Stadtmauer, die das Stadtbild prägt. Sie umgibt das Zentrum auf einer Länge von 2.500 Metern. Zuvor gab es bereits eine wesentlich kleinere Mauer, den „staufischen Mauerring“. Auch von diesem sind noch Reste zu sehen.
Zeitgleich ist die Mauer ein guter Ausgang für einen Stadtspaziergang: Wer dem Mauerring Richtung Spitalhof folgt, kommt zum „Mauerknick“, wo die alte und die neue Mauer zusammentreffen. Auch die historischen Zwinger und Zwingertürme sowie vier Stadttore sind bis heute vollständig erhalten.
Eine schmucke Kirche – mit besonderem Fenster
Sehenswert ist zudem das Münster St. Georg. Die mächtige Kirche wurde in den Jahren 1448 bis 1499 erbaut und gilt nach Angaben der Stadt als die schönste spätgotische Hallenkirche Süddeutschlands. Ein kurioses Detail ist das sogenannte „Brezenfenster“ – gestiftet von der Bäckerzunft.
Um die Kirche herum können Besucher wunderschöne Gassen mit zahlreichen Fachwerkhäusern bestaunen. Besonders charmant: Viele Aufschriften der Geschäfte und Restaurants in der Innenstadt sind in altdeutscher Schrift verfasst – und fügen sich so perfekt ins Stadtbild ein.



