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Die 0:3-Pleite zum Zweitliga-Saisonauftakt in Nürnberg wirkt bei Dynamo Dresden nach. Im Fokus steht die Ursachenforschung, um die teils gravierenden Fehler möglichst schnell abzustellen.
Einig waren sich alle Beteiligten darüber, dass speziell die erste Halbzeit gegen den Ball zu passiv und zu statisch war. „Die ersten fünfzehn, zwanzig Minuten waren wir einfach noch nicht auf dem Platz“, räumt auch Keeper Tim Schreiber (24) ein.
Die Gegentore bestätigen die defensiven Unzulänglichkeiten, speziell in Sachen geistige Frische und Handlungsschnelligkeit. Schreiber: „Wir müssen zusehen, daraus zu lernen. Denn wenn wir so billig Gegentore bekommen, wird´s schwer.“
Dass dazu dann auch noch Pech kam, rundete die Sache im negativen Sinne ab. So wie beim Elfer zum 3:0, den Schreiber erst stark parierte, aber beim Nachschuss von Matchwinner Zoma machtlos war. „Es geht aber vor allem um die Situation davor. Wir dürfen den Elfer so nicht bekommen.“

Auch den Elfmeter hält Schreiber zunächst stark, ist beim Nachschuss von Zoma (r.) aber machtlos
Foto: ddp/HMB Media/Scott W. Coleman
Was Dynamos Nummer eins dabei besonders auffiel: „Wir sprechen nicht miteinander. Ich habe versucht, Rappo (Nicolai Rapp, d.Red.) zu coachen, dass er in die Kette kommt. Er hat es nicht gehört. Friede (Friedrich Müller, d.Red.) hat glaube ich nichts gesagt. Das müssen wir hinbekommen, müssen erwachsener werden.“
„Auf dem Boden der Tatsachen gelandet“
War die Selbstsicherheit nach der an sich sehr guten Vorbereitung samt der vermeintlichen Top-Transfers vielleicht zu groß? Schreiber sieht es so: „Wir sind auf die Fresse gefallen, das tut vielleicht auch mal gut. Wir sind wieder auf dem Boden der Tatsachen gelandet, das ist jetzt hoffentlich jedem bewusst.“
Trotzdem warnt der gebürtige Freitaler davor, jetzt zu negativ zu denken. „Man muss das trotzdem gut einordnen. Nicht alles war schlecht. In der zweiten Halbzeit haben wir mit Ball besser hinten rausgespielt, uns Chancen erarbeitet. Die Niederlage war bitter, aber es sind noch 33 Spieltage.“ Und schon am Sonntag gegen Darmstadt gibt´s für Dynamo Dresden die nächste Möglichkeit, es besser zu machen…