Augsburger Fahnder kamen ihnen auf die Schliche – und deckten einen großen Fall auf: Einen Schaden in Höhe von etwa 18,7 Millionen Euro für die Sozialversicherung haben drei Männer verursacht, die in ihrem Unternehmen mehr als 1000 Schwarzarbeiter beschäftigt haben. Seit 2020 ermittelte die Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Hauptzollamts Augsburg gegen die Männer, die seit 1995 in Deutschland ein Einzelunternehmen für Elektroinstallationsarbeiten betrieben. Im Auftrag verschiedener Großkunden wurden durch diese Firma deutschlandweit Elektroinstallationsarbeiten ausgeführt.
Fünf Jahre lang wurden keine Sozialversicherungsbeiträge abgeführt
Wie der Zoll mitteilt, schlossen sich die drei Angeklagten zu einer Bande zusammen, um durch den Einsatz von Schwarzarbeitern Sozialabgaben zu sparen. Von September 2016 bis August 2021 waren auf den Baustellen insgesamt mehr als 1300 Schwarzarbeiter aus Serbien beschäftigt, ohne dass für diese in Deutschland Sozialversicherungsbeiträge abgeführt wurden. Zur Verschleierung der Schwarzarbeit wurden die ausländischen Arbeiter zum Schein bei serbischen sogenannten Servicegesellschaften angestellt.
Beschuldigte im Schwarzarbeit-Prozess zu bis zu fünf Jahren Haft verurteilt
Unter anderem wegen Nichtzahlung von Sozialabgaben wurden der Hauptbeschuldigte zu fünf Jahren und drei Monaten Freiheitsstrafe und zwei Mitangeklagte zu drei Jahren und zehn Monaten sowie zwei Jahren und zehn Monaten Freiheitsstrafe vom Landgericht Augsburg im Jahr 2024 verurteilt. Nun hat der Bundesgerichtshof mit Beschluss vom 28. April die Revision verworfen. Das Urteil ist somit rechtskräftig. (diba)