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Boston (USA) – Schreckmoment auf dem Weg nach Deutschland! Ein Dreamliner von United Airlines auf dem Flug UA108 von Washington Dulles nach München musste seine Reise über dem Nordosten der USA abbrechen und außerplanmäßig in Boston landen. Grund war eine beschädigte Cockpit-Windschutzscheibe. Die Boeing 787-8 landete sicher am Logan Airport, verletzt wurde niemand.
Eigentlich sollte der Langstreckenjet am Montag um 17.30 Uhr Ortszeit in Washington starten und nach rund acht Stunden Flugzeit am Dienstagmorgen in München landen. Stattdessen war die Reise bereits nach gut zwei Stunden beendet. Flugdaten zeigen, dass die Maschine um 19.15 Uhr abhob, zunächst Kurs auf den Atlantik nahm und dann nach Nordosten abdrehte. Um 21.24 Uhr setzte die Boeing sicher in Boston auf.

Statt nach acht Stunden in München zu landen, musste der Dreamliner von Boeing nach rund zwei Stunden in Boston (USA) landen
Foto: FlightAware
Inzwischen ist ein Foto aufgetaucht, das zeigt, warum die Besatzung keine Risiken eingehen wollte. Die Aufnahme zeigt eine Cockpit-Scheibe, die von einem dichten Netz aus Rissen durchzogen ist. Veröffentlicht wurde das Bild in einem Reddit-Forum. Nach Angaben des Verfassers stammt die Aufnahme von seiner Ehefrau, die als Flugbegleiterin auf dem betroffenen Flug im Einsatz gewesen sein soll. Unabhängig bestätigt sind die Angaben aus dem Reddit-Beitrag allerdings bislang nicht.

Die Boeing 787-8 Dreamliner landete mit 175 Passagieren sicher in Boston
United Airlines bestätigte inzwischen, dass die äußere Schicht der Cockpit-Windschutzscheibe beschädigt wurde. Weitere technische Details nannte die Fluggesellschaft bislang nicht. Die 175 Passagiere wurden nach der Landung in Boston auf andere Deutschland-Flüge umgebucht und erhielten Hotel- und Verpflegungsgutscheine.
Auf den ersten Blick wirkt die Scheibe auf dem Foto fast vollständig zerbrochen. Tatsächlich bestehen Cockpitfenster moderner Verkehrsflugzeuge aber aus mehreren Schichten. Wird etwa die äußere Scheibe beschädigt, bleibt das Fenster in vielen Fällen zunächst stabil und funktionsfähig. Für die Besatzung ist ein solcher Schaden dennoch ein ernstzunehmendes Problem. Je nach Art und Ausmaß der Beschädigung können sich die Piloten deshalb entscheiden, den Flug nicht fortzusetzen und stattdessen einen geeigneten Ausweichflughafen anzusteuern, anstatt einen mehrstündigen Ozeanflug fortzusetzen.
Elektrischer Defekt die Ursache?
Was genau den Riss ausgelöst hat, ist bislang unklar. Der Nutzer, der das Foto veröffentlichte, schreibt, im Cockpit sei von einem elektrischen Problem die Rede gewesen. Daher wird vermutet, dass die Scheibenheizung mit dem Schaden zusammenhängt.