Für das Elitefeld des Berlin-Marathons haben die Veranstalter heute weitere Verpflichtungen bekannt gegeben. So wird unter anderen der frühere Sieger des Rennens, Guye Adola, nach Berlin zurückkehren. Außerdem startet seine äthiopische Landsfrau Bedatu Hirpa am 27. September. Aaron Bienenfeld zählt zu den deutschen Läufern, die in Berlin laufen werden. Zuvor hatten die Organistoren des spektakulären Marathons bereits den Start von Kenias Superstar Sabastian Sawe, der in London in diesem Jahr den Weltrekord auf unter zwei Stunden verbesserte (1:59:30), sowie von Tigst Assefa (Äthiopien), Rosemary Wanjiru (Kenia) und Esther Pfeiffer (Düsseldorf Athletics) bekannt gegeben.
Zu den Konkurrenten von Sabastian Sawe wird der Äthiopier Guye Adola gehören, der seine schnellste Zeit in Berlin lief. Bereits 2017 überraschte er bei seinem Debüt als Zweiter hinter Superstar Eliud Kipchoge mit 2:03:46. In der Folge litt der 35-Jährige öfter an Verletzungen. Doch in diesem Frühjahr meldete sich Adola, der 2021 in Berlin gewonnen hatte, mit einem Sieg in Rotterdam zurück und verpasste mit 2:03:54 seine Berliner Bestzeit nur knapp.
Mit Gabriel Geay startet der Marathon-Rekordhalter Tansanias in Berlin. Der 29-Jährige erreichte 2022 in Valencia als Zweiter eine Zeit von 2:03:00. Damit ist weiterhin unter den 20 schnellsten Marathonläufern aller Zeiten. 2023 war Geay auch Zweiter in Boston.
Aaron Bienenfeld (Düsseldorf Athletics) lief Ende April sein Marathon-Debüt in Hamburg und überzeugte auf Anhieb mit starken 2:08:47 Stunden. Damit erreichte Bienenfeld das schnellste Marathon-Debüt eines deutschen Läufers überhaupt. Sein Auftritt in Hamburg lässt nun auf weitere Leistungssteigerungen hoffen.

Victah Sailer
Aaron Bienenfeld könnte in Berlin seine starke Debüt-Zeit knacken.
Drei weitere deutsche Topläufer kehren zum Berlin-Marathon zurück. Haftom Welday (TB Hamburg Eilbeck) zeigte in diesem Jahr bereits viel versprechende Form, als er sich im März in Barcelona auf 2:08:13 verbesserte. Der 36-Jährige, der sich in Äthiopien auf das Rennen in Berlin vorbereitet, will sich weiter steigern.
Johannes Motschmann (Marathon Team/SCC Berlin) wird Ende September einen neuen Anlauf nehmen auf eine Zeit von unter 2:10:00 Stunden. Bisher erreichte der 32-Jährige 2:10:39. Im Frühjahr musste er beim Hannover-Marathon das Rennen aufgrund einer Verletzung vorzeitig beenden. Zurückmelden will sich in Berlin Sebastian Hendel (Marathon Team/SCC Berlin). Vor zwei Jahren hatte er hier mit einer starken persönlichen Bestzeit von 2:07:33 Stunden überrascht. Doch danach stoppten ihn immer wieder gesundheitliche Probleme und Verletzungen.
Mit Bedatu Hirpa ist eine weitere äthiopische Topläuferin zum Frauenfeld hinzugekommen. Die 27-Jährige gewann im vergangenen Jahr den Dubai-Marathon mit einer Steigerung auf 2:18:27 und triumphierte einige Monate später auch noch in Paris. In diesem Jahr war sie Zweite in Osaka mit 2:19:54.
Ebenso wie ihr Ehemann will sich auch Kristina Hendel zurückmelden. Ihre vier Jahre alte Bestzeit steht bei 2:27:29. Seit diesem Ergebnis in Hamburg stoppten sie immer wieder Verletzungsprobleme. Anna Langerwisch (beide Marathon Team/SCC Berlin) gelang in diesem Jahr in Prag eine deutliche Steigerung auf 2:32:13 Stunden. Damit lief die 24-Jährige in ihrem zweiten Marathon in die erweiterte deutsche Spitze. Sie könnte sich in Berlin weiter steigern.