Eine männliche Hand betätigt eine Klingel an einer Hotelrezeption.

AUDIO: Nachrichten aus dem Studio Kiel 16:30 Uhr – 11.08.2026 (2 Min)

Stand: 11.08.2026 18:55 Uhr

Die Stadt Kiel führt die Bettensteuer ein. Am 1. Oktober soll es damit losgehen – unter anderem sind Hotels, Ferienwohnungen und Campingplätze betroffen. Zum Übergang sollen Betreiber Papier zum Erfassen der Steuer verwenden.

Ab dem 1. Oktober startet die Bettensteuer in Kiel. Hotels, Ferienwohnungen und Campingplätze müssen dann fünf Prozent vom Netto-Übernachtungspreis an die Stadt zahlen. Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband Schleswig-Holstein (Dehoga) findet die Abgabe nach wie vor unfair, da sie nur eine Branche treffe. Dazu komme ein Mehraufwand: Die Betreiber sollen die Bettensteuer bis auf Weiteres händisch per Formular erfassen.

Ein Mitarbeiter eines Hotels legt eine Süßigkeit auf ein Hotelbett.

Satzung für Übernachtungssteuer steht: Touristen in Kiel müssen in Zukunft tiefer in die Tasche greifen:

„Hier gehen wir wieder einen Schritt zurück mit einem riesigen Bürokratiemonster“, äußerte sich der schleswig-holsteinische Dehoga-Präsident Lutz Frank. Bei den Formularen handelt es sich um Vordrucke, die einzeln ausgefüllt und unterschrieben an die Stadt zurückgesendet werden müssen.

Stadt Kiel: Digitale Lösung soll Ende 2026 kommen

Die Stadt Kiel spricht von einer Übergangslösung. Bis zum Ende des Jahres soll ein digitales System kommen, sagte eine Sprecherin. Durch die Bettensteuer rechnet die Verwaltung mit Einnahmen von rund zwei Millionen Euro jährlich. Um die Übernachtungssteuer zu verwalten, wird mit zwei neuen Stellen geplant, die rund 250.000 Euro kosten sollen.

Bereits im Mai hatte die Ratsversammlung der Stadt Kiel die Übernachtungssteuer verabschiedet.

Ein Hotelbett

Mehrere Parteien planen, eine Bettensteuer für Kieler Hotels ab Oktober 2026 einzuführen. Kritik kommt aus der Wirtschaft.

Eine Hotelangestellte überreicht einem Gast seine Zimmerkarte.

Kritik an der Steuer gibt es von der IHK und anderen Verbänden. Die Einnahmen der Übernachtungsgäste fließen in den Haushalt der Stadt.