Ab dem 12. August
Neue EU-weite Regeln für Teebeutel und Kaffeekapseln
Aktualisiert am 12.08.2026 – 03:30 UhrLesedauer: 3 Min.
Teebeutel: Ab dem 12. August 2026 gelten sie EU-weit als Verpackung. (Quelle: kb-photodesign via www.imago-images.de/imago)
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Ab 2026 gelten EU-weit neue Regeln für Teebeutel, Kaffeekapseln und Pads. Die Vorschriften verändern, wie Verbraucher diese Produkte künftig entsorgen müssen.
Ab dem 12. August 2026 gelten Kaffeekapseln, Pads und Teebeutel EU-weit als Verpackung. Das schreibt die neue EU-Verpackungsverordnung (Packaging and Packaging Waste Regulation, PPWR) vor. Vorher war nicht einheitlich geregelt, ob es sich dabei um eine Verpackung oder um einen Bestandteil des Produkts handelt. Da sie ab dem Stichtag dann offiziell als Verpackung eingestuft werden, gelten entsprechende Entsorgungsregeln.
Die EU-Vorgaben wurden in Deutschland im neuen Verpackungsrecht-Durchführungsgesetz (VerpackDG) integriert, das das bisherige Verpackungsgesetz (VerpackG) zum 12. August 2026 ablöst.
Kaffeekapseln
Kaffeekapseln zählen hierzulande zu den sogenannten Getränkesystemkapseln. Wenn sie nicht restentleert sind, also noch (gebrauchtes) Kaffeepulver enthalten, müssen sie theoretisch im Restmüll entsorgt werden. Denn im Gelben Sack oder in der gelben Tonne sollten eigentlich nur restentleerte Verpackungen entsorgt werden.
Zahlreiche Hersteller beteiligen sich jedoch am dualen System. Das heißt, sie gewährleisten, dass ihre Kaffeekapseln recycelbar sind und in der Gelben Tonne oder dem Gelben Sack entsorgt werden können. So tragen sie dazu bei, dass die wertvollen Materialien wie Aluminium wiederverwertet werden können. Das gilt insbesondere für Kapseln von Nespresso und Nescafé Dolce Gusto. Landen Kapseln von Herstellern, die nicht an dem System teilnehmen, im Gelben Sack oder der Gelben Tonne, werden sie oft nicht optimal recycelt.
Übrigens: Biokompostierbare Kapseln dürfen in der Regel nicht in der Biotonne entsorgt werden. Sie verrotten zu langsam und verursachen den industriellen Anlagen oftmals Probleme. Besser ist es, sie in den Restmüll zu werfen.
Kaffeepads

Kaffeepad: Neue EU-Regeln verschärfen die Entsorgung. (Quelle: imago)
Klassische Kaffeepads, wie sie beispielsweise für Senseo-Maschinen genutzt werden, bestehen aus zwei Lagen Filterpapier (Zellstoff). Diese werden zusammengepresst und benötigen daher keinen Klebstoff. Da sowohl das Filtervlies als auch das enthaltene Kaffeepulver biologisch abbaubar sind, dürfen sie weiterhin über die Biotonne entsorgt werden.
Das sah bis vor Kurzem jedoch anders aus. Denn nach dem ursprünglichen Regierungsentwurf hätten Kaffeepads zu den Verpackungen gezählt. Das heißt, sie hätten in der Gelben Tonne oder dem Gelben Sack entsorgt werden müssen. Die dualen Systeme, an denen auch die Hersteller der Pads teilweise teilnehmen, hätten demnach für das Recycling der Verpackung zahlen müssen.
