In Frankfurt und Hessen
Hitzewelle mit bis zu 37 Grad – dann drohen Unwetter
12.08.2026 – 10:06 UhrLesedauer: 2 Min.
Es wird wieder heiß in den nächsten Tagen (Illustration): Am Wochenende könnten dann Unwetter folgen. (Quelle: Thomas Warnack/dpa/dpa-bilder)
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Ab Donnerstag wird es gefährlich heiß. Der DWD warnt bereits – und das Wochenende bringt eine weitere Überraschung.
Die Hitzewelle in Frankfurt und Hessen erreicht einen neuen Höhepunkt. Nach einem bereits heißen Mittwoch steigen die Temperaturen bis Freitag auf extreme Werte – und das vor dem Hintergrund eines historisch trockenen Sommers.
Der Mittwoch startet verbreitet sonnig und niederschlagsfrei. In Frankfurt werden am Nachmittag bis zu 32 Grad erwartet, in Nordhessen bleibt es mit rund 27 Grad etwas gemäßigter. Auf der Wasserkuppe zeigt das Thermometer 24 Grad.
Richtig heiß wird es dann ab Donnerstag. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) erwartet für Hessen verbreitet 31 bis 34 Grad – im Südwesten des Landes sind sogar bis zu 37 Grad möglich. Für Frankfurt erwartet die DWD-Vorhersage am Donnerstagnachmittag 35 Grad. Der DWD hat für den äußersten Süden Hessens bereits eine Hitzewarnung wegen starker Wärmebelastung herausgegeben.
Gewitter zum Wochenende
Den Scheitelpunkt der Hitzewelle markiert der Freitag. Dann sind in Hessen verbreitet 34 bis 38 Grad möglich, für Frankfurt zeigt die DWD-Vorhersage 37 Grad. Selbst in den Gipfellagen des Berglands werden noch rund 31 Grad erwartet. Die Nächte bieten kaum Abkühlung: Im städtischen Raum sinken die Temperaturen teils nur auf 23 Grad.
Am Samstag zeichnet sich eine erste Wetterberuhigung ab – allerdings mit Tücken. Zunächst bleibt es heiter bis sonnig bei nochmals 32 bis 36 Grad. Im Tagesverlauf zieht von Westen jedoch zunehmend Bewölkung auf. Einzelne, teils kräftige Schauer und Gewitter mit Starkregen, Hagel und Sturmböen sind möglich, lokale Unwetter schließt der DWD nicht aus. In der Nacht zum Sonntag sind weitere Gewitter wahrscheinlich.
Dürre verschärft die Lage
Die Hitzewelle trifft auf Böden, die nach einem historisch trockenen Sommer kaum noch aufnahmefähig sind. Juni und Juli 2026 waren laut dem EU-Klimawandeldienst Copernicus die heißesten Monate, die Westeuropa je verzeichnet hat. Im August sind bislang deutschlandweit lediglich rund neun Liter Regen pro Quadratmeter gefallen – etwa zehn Prozent des langjährigen Solls.
Das Problem dabei: Starkregen auf ausgetrockneten Böden versickert kaum noch und fließt stattdessen oberflächlich ab. Meteorologe Dominik Jung erklärt gegenüber t-online, dass selbst kräftige Gewitter die Dürrelage deshalb nur wenig lindern können – entscheidend wäre ruhiger Landregen über mehrere Tage, nicht kurze Wolkenbrüche.
Auch bundesweit bestimmt Hochdruck das Bild. Zum Wochenende steigen die Temperaturen verbreitet auf 29 bis 34 Grad, örtlich sogar auf 38 bis 39 Grad. Flächendeckenden Landregen gibt es nach Einschätzung von Wetterexperten vorerst nicht – Wettermodelle zeigen erst ab dem 18. oder 19. August mögliche Niederschläge. Eine nachhaltige Erholung der Böden und der großen Flüsse ist nach Experteneinschätzung realistischerweise erst mit dem Übergang in den Herbst zu erwarten.
