Eigentlich soll die neue Einbahnstraßenregelung in der Straße „An der Golzheimer Heide“ für mehr Sicherheit auf den Wegen zur Brunoschule und zur Elsa-Brandström-Schule sorgen. Zurzeit sorgt sie aber vor allem für Ärger. Denn für die Anlieger im Umfeld wird sich dadurch der Verkehr in den Wohnstraßen erhöhen. Zudem müssen sie Umwege in Kauf nehmen.

Der RVDU (Rheinischer Heimstätten-Verein Düsseldorf-Unterrath), der rund 570 Mitglieder vertritt, hat erhebliche Zweifel daran, dass für die neue Regelung, für die nun die Schilder installiert wurden, alle gesetzlichen Anforderungen erfüllt sind. Deshalb hat er nun bei der Kommunalaufsicht des Düsseldorfer Regierungspräsidenten eine Prüfung und eine Aussetzung der Maßnahme beantragt.

„Zahlreiche Autofahrer sind von der Umstellung überrascht worden und trotz Verbots von der Breisacher Straße aus in die Golzheimer Heide abgebogen. Anwohner zeigen sich verwundert, dass sie ab sofort alle das gerade einmal circa 3,15 Meter breite Nadelöhr zwischen Rheinlandstraße und Krönerweg passieren müssen, um nach Hause zu kommen“, heißt es in einer Mitteilung des RVDU. Die Zunahme an Verkehr an diesem Engpass schaffe zusätzliche Unfallgefahren auch für Schulkinder, die zu weiterführenden Schulen unterwegs seien, erklärt RVDU-Vorsitzende Luzia Busemann.

Sie hatte schon während der Beratungen zu Maßnahmen für die Schulwegsicherheit Bedenken angemeldet. Der Verein findet die Einbahnstraßenregelung unverhältnismäßig. Denn die Regelung gelte an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr, sei aber nur an 180 bis 190 Tagen zu den morgendlichen Bringzeiten mit einer hohen Zahl von „Elterntaxis“ im Sinne der Schulwegsicherung wirklich erforderlich.

Zudem habe die Bezirksvertretung 6 ausdrücklich im März an die Verwaltung einen Prüfantrag für eine „mildere“ Lösung erteilt. Dabei wurde die Verwaltung gebeten, zu prüfen, ob die Einbahnstraßenregelung mit dem Zusatzzeichen „Montag bis Freitag von 7.30 Uhr bis 9.30 Uhr“ ergänzt werden kann. Damit wäre sowohl die Sicherheit der Kinder als auch der Wunsch der Anlieger nach möglichst geringer Einschränkung gewährleistet, begründete die Bezirksvertretung ihr Anliegen. Dazu Luzia Busemann: „Bis heute ist nicht bekannt, ob die Prüfung erfolgte, welches Ergebnis sie hatte und warum die Verwaltung die mildere Lösung nicht umgesetzt hat.“ Der RVDU setzt sich jetzt bei Politik und Verwaltung für eine Rücknahme der Einbahnstraßenregelung ein und wünscht einen „Runden Tisch“ – auch unter Beteiligung der Anwohner – um Maßnahmen für sichere Schulwege abzustimmen.