Bielefeld. Da haben wir den Salat. Jetzt gibt es einmal so ein riesiges Naturschauspiel und für die Kinder in der Nachbarschaft gibts keine Schutzbrillen mehr. Ab er vielleicht liegt ja noch irgendwo etwas Bastelkram rum? Dann ran an den Karton.
Während die Schutzbrillen für die direkte Beobachtung der Sonnenfinsternis gegen 19 Uhr geeignet sind, gibt es wenige Alternativen. In der Zeit der Negativfilme (Plastikstreifen die man eigens in Fotoapparate legen musste, um Fotos zu erzeugen) gab es noch mutige Kinder und fahrlässige Erwachsene, die da durch gelinst haben. Und sich über weiße Punkte auf der Netzhaut wunderten, die blieben. Wenn nicht sogar als gesundheitlicher Schaden.
Auch Sonnenbrillen sind nicht geeignet. Auch wenn ihr Name das vermuten ließe. Eine alternative und sichere Variante geht in die Anfänge der Fotografie zurück. Eine Variante, die man mal eben am Küchentisch oder am Basteltisch in der Kita zusammenkleben kann.
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Lochkamera in 5 Minuten selbst gebastelt – los gehts
Die sogenannte camera obscura ist schnell zusammengebaut. Die Lochkamera ist sicher, da der Beobachter entweder mit dem Rücken zur Sonne steht oder eine Leinwand betrachtet, sich also keiner Gefahr aussetzt.
Das tolle – man kann auch die Sonne damit beobachten, wenn mal keine Finsternis ansteht. Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) empfiehlt die Butterbrot-Variante für die Sonnenbeobachtung.
Sie gilt laut Behörde als sichere Methode, da dabei der gefährliche direkte Blick in die Sonne vermieden wird. Aber auch die NASA hat eine sehr einfache Variante am Start. Letztlich entscheiden die Bastel-Forscher, welche Variante es sein soll.
Warnhinweise: Hier weist das Bundesamt für Strahlenschutz auf Risiken hin
Also was brauchen wir?
Schere
Cutter
einen Karton oder Chipsdose
etwas Alufolie
Klebeband – am besten Gaffa-Tape
eine Nadel oder Stecknadel
ein weißes Blatt Papier oder einen zweiten hellen Karton
Butterbrotpapier
Butterbrotvariante – direkte Betrachtung
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Dann gehts los. Das Ziel ist, das Sonnenbild auf ein weißes Papier zu projizieren oder auf dem Butterbrotpapier zu betrachten. Dafür gibt es die Variante, den Karton in die Sonne zu halten und die Rückseite zu betrachten (Butterbrot-Variante) oder die eigentliche Lochkamera.
Sonnenfinsternis über OWL: Wo Sie das seltene Ereignis am besten sehen können
Das BfS empfiehlt die Butterbrot-Variante. Dafür nehmen wir einen Karton und kleben die Kanten mit dem Gaffa-Tape lichtdicht ab.
Danach entfernen wir eine Frontpartie des Kartons und ersetzen sie durch das Butterbrotpapier. Die entgegengesetzte Partie entfernen wir und ersetzen sie durch Alufolie oder wir behalten einfach ganzfaul den Karton so wie er ist. Denn in diese Seite stechen wir mit der Stecknadel 1 – 2 Millimeter großes Loch.
Diese Öffnung richten wir später auf die Sonne und wie von Zauberhand erscheint das Naturschauspiel auf der Leinwand aus Butterbrot.
Die Chipsdose-Variante – direkte Betrachtung
Die Chipsrollen-Variante hat drei klare Vorteile. Zum einem ist das Prinzip mit der Chipsdose noch einfacher. Und man hat für die Bastelzeit noch etwas Knabberkram, der dann ja auch weg muss. Und zudem müsste nicht, wenn es einen ganz kreativen Kopf gibt, erst das ganze Toiletten- oder Küchenpapier von der Pappröhre abgerollt werden.
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Lochkamera mit NASA-Weltraumtechnik – indirekte Betrachtung
Wer die Sicht in Richtung Sonne komplett vermeiden will, sollte die Variante der NASA wählen. Die ist ähnlich simpel. An dem Ende des schmalen Kartons müssen wir zwei Löcher in die Ecken schneiden. Ein Loch dann mit Gaffa-Tape verschließen, in das später das kleine Loch gepikst wird. Auf die gegenüber liegende Pappe müssen wir eine passend geschnittene Leinwand aus weißem Papier kleben.
Wir wünschen gutes Gelingen und viel Spaß bei der Bastelei.
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