Aus Sicht von Borussia Düsseldorf verlief der Auftakt beim Europe Smash in Malmö (8. bis 16. August) nicht ganz nach Wunsch. Während Anton Källberg im Einzel und Doppel erfolgreich in das mit 1,55 Millionen US-Dollar dotierte Turnier startete, musste Dang Qiu im Einzel überraschend früh die Segel streichen. Kanak Jha greift erst am Mittwochabend in das Geschehen ein.
Für Qiu war der Einzelwettbewerb bereits nach der ersten Runde beendet. Der Weltranglistenelfte unterlag dem Ungarn Csaba András, der sich zuvor in der Qualifikation gegen Wim Verdonschot durchgesetzt hatte, glatt mit 0:3 (5:11, 7:11, 2:11). Dass der Europameister von 2022 dabei so deutlich den Kürzeren zog, war durchaus überraschend. Beim US Smash Ende Juni hatte Qiu den Weltranglisten-66. noch souverän mit 3:0 (11:3, 11:8, 11:2) bezwungen.
Diesmal fand Qiu von Beginn an nicht zu seinem Spiel. András, der für den TTC Bad Homburg in der Tischtennis-Bundesliga spielt und 2025 ungarischer Einzelmeister wurde, trat mutig und druckvoll auf und setzte den Düsseldorfer früh unter Druck. Qiu konnte sich daraus nicht befreien und musste den ersten Satz deutlich abgeben. Auch im zweiten Durchgang blieb der Ungar der bestimmende Spieler. Als András im dritten Satz schnell davonzog, war die Partie endgültig entschieden.
Qiu machte für den überraschenden Ausgang allerdings nicht allein die Leistung seines Gegners verantwortlich. Der Düsseldorfer verwies auf die außergewöhnlichen Belastungen der vergangenen Tage. Nach seiner Teilnahme am Champions in Yokohama sei er erst am Sonntagabend in Schweden angekommen und habe damit praktisch keine Möglichkeit zur Vorbereitung auf den Europe Smash gehabt. Hinzugekommen seien der Jetlag, die Reisestrapazen sowie die körperliche und mentale Ermüdung. Unter diesen Umständen habe ihm die gewohnte Sicherheit, Ruhe und Kontrolle gefehlt. Dabei habe er sich grundsätzlich in guter Form gesehen und den Vergleich mit András gerne erneut für sich entschieden. Die Niederlage sei deshalb besonders ärgerlich. Gleichzeitig müsse der Blick nun nach vorne gehen. Die enge Abfolge der Turniere in Yokohama und Malmö auf zwei verschiedenen Kontinenten sei aus seiner Sicht für die Spieler kaum zumutbar. Qiu verband dies mit dem Wunsch nach einer besseren Abstimmung des WTT-Kalenders.
Ganz beendet ist das Turnier für den Penholderspieler allerdings noch nicht. Im Doppel mit Benedikt Duda und im Mixed an der Seite von Sabine Winter hatten die Düsseldorfer Paarungen zunächst ein Freilos.
Källberg erwischte dagegen einen gelungenen Start. Nach seinem frühen Ausscheiden in Yokohama setzte sich der Schwede gegen Vladimir Sidorenko mit 3:0 (11:5, 11:9, 11:7) durch. Källberg übernahm von Beginn an die Kontrolle und ließ dem Russen nur wenige Möglichkeiten, sein Spiel aufzuziehen. Nach dem klaren ersten Satz wurde es im zweiten Durchgang etwas enger, doch Källberg behielt die Übersicht und brachte auch diesen Satz nach Hause. Im dritten Durchgang machte er den Auftaktsieg souverän perfekt. Damit steht Källberg im Achtelfinale, in dem mit dem Chinesen Zhou Qihao allerdings eine deutlich höhere Hürde wartet.
Auch im Doppel durfte der Schwede bereits jubeln. Gemeinsam mit seinem Landsmann Kristian Karlsson setzte er sich gegen das slowenische Duo Deni Kozul und Darko Jorgic in einem hart umkämpften Duell mit 3:2 (9:11, 11:7, 7:11, 11:8, 11:9) durch. Nach dem knappen Erfolg wird die Aufgabe nun allerdings noch anspruchsvoller: Im Achtelfinale wartet das topgesetzte chinesische Duo Lin Shidong und Wen Ruibo.
Damit ist Borussia Düsseldorf im weiteren Turnierverlauf mit Källberg im Einzel und Doppel sowie Qiu im Doppel und Mixed vertreten. Jha komplettiert das Düsseldorfer Trio am Mittwoch mit seinem Einstieg in den Einzelwettbewerb.