Erneut vor Gericht

Jens Lehmanns verklagt KI-Firma auf über 500.000 Euro

Aktualisiert am 12.08.2026 – 16:35 UhrLesedauer: 3 Min.

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Jens Lehmann (Archivbild): Der Ex-Nationaltorwart will sein Geld zurück. (Quelle: Leonie Asendorpf)

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Vom Kettensägen-Urteil bis zum Streit ums Anwaltshonorar: Jens Lehmann steht regelmäßig vor Gericht. Nun kommt offenbar ein neuer Fall hinzu.

Der ehemalige Nationaltorwart Jens Lehmann stand mal wieder vor Gericht. Dieses Mal in eigener Sache. Am Dienstag, 11. August, hat er vor dem Münchner Landgericht gegen eine Münchner KI-Firma geklagt.

Wie das Landgericht München I auf Anfrage der Münchner Redaktion von t-online mitteilt, hat Jens Lehmann dort eine Summe in Höhe von 572.661,18 Euro zuzüglich Zinsen eingeklagt. Wie die „Bild“ berichtet, sollen Lehmann 2020 Aktien einer Münchner KI-Firma für jeweils einen Euro angeboten worden sein. Der eigentliche Wert solle bei 6,50 Euro gelegen haben, weshalb der ehemalige Nationaltorwart laut „Bild“ 500.000 Euro investierte.

Lehman verklagt Münchner KI-Firma auf Schadensersatz

Erhalten habe der 56-Jährige jedoch nur die Hälfte der vereinbarten Aktien erhalten. Für die fehlenden Aktien zum Preis von einem Euro plus Zinsen will Lehmann nun sein Geld zurück. Zudem klagt er auf Schadensersatz wegen der Nichtlieferung der Aktien. Einen Beschluss gibt es bisher nicht.

Erst vor rund einem Jahr, am 14. Oktober 2025, hat er sich mit seinem früheren Strafverteidiger vor dem Zivilgericht in München über das Honorar seines „Kettensägen-Prozesses“ gestritten. Doch auch das war nicht das erste Mal, dass der Ex-Torwart vor Gericht stand. Inzwischen hat sich bei Lehmann eine ganze Serie an Verhandlungen angesammelt. t-online hat seine Gerichtsakten zusammengefasst.

Der Fall mit der Kettensäge gilt als seine bislang bekannteste Verhandlung: Vor dem Landgericht München II wurde der frühere Nationaltorwart im Herbst 2024 wegen Sachbeschädigung und versuchten Betrugs zu einer Geldstrafe von 135.000 Euro verurteilt.

Kettensäge, Parkgebühren und Handy am Steuer

Konkret ging es darum, dass Lehmann mit einer Kettensäge im Sommer 2022 einen Dachbalken in der Garage seines Nachbarn am Starnberger See angesägt hatte, weil diese angeblich seine Sicht auf den See beeinträchtigte. Außerdem hatte die Staatsanwaltschaft ihm in demselben Verfahren vorgeworfen, dass er die Parkgebühren in einem Parkhaus am Münchner Flughafen nicht habe zahlen wollen. Stattdessen fuhr Lehmann dann Stoßstange an Stoßstange hinter einem anderen Auto unter der Schranke hindurch – ohne die Gebühren zu bezahlen.

Und das Honorar seines Verteidigers für dieses Verfahren will Lehmann nun offenbar nicht bezahlen. Insgesamt schuldet er ihm noch rund 14.000 Euro. Die Begründung Ex-Nationaltorwarts: Der 54-Jährige findet den Stundensatz von 550 Euro maßlos überteuert und hat deshalb von der ursprünglichen Rechnung über 24.000 Euro nur einen Bruchteil überwiesen. Sein aktueller Anwalt erklärte per Videoschalte aus Münster, die Abrechnung sei unklar formuliert.

  • Lesen Sie hier, warum Jens Lehmann nun von seinem Anwalt verklagt wird